Politik

Pressekonferenz mit Merkel Obama: TTIP bis Ende 2016 ausverhandeln

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Barack Obama

(Foto: REUTERS)

Beim Besuch des US-Präsidenten demonstrieren Tausende gegen das umstrittene Freihandelsabkommen TTIP. Barack Obama ist von der Kritik an dem Vertrag jedoch wenig beeindruckt.

US-Präsident Barack Obama hält einen Abschluss der Verhandlungen über das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP noch in diesem Jahr für möglich. Eine Ratifizierung der Verträge sei bis dahin zwar nicht machbar, sagte Obama auf einer Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Schloss Herrenhausen in Hannover. "Aber der Abschluss der Verhandlungen ist möglich."

Obama hob die Vorteile hervor, die dies beiden Seiten brächte. "Wir können eine Menge regulatorische und bürokratische Blockaden beseitigen", sagte er. Das sei gut für Wachstum und Beschäftigung. "Die EU und die Vereinigten Staaten müssen TTIP vorantreiben."

Ähnlich äußerte sich Merkel. "Das ist für die deutsche Wirtschaft gut, das ist für die gesamte europäische Wirtschaft gut", sagte sie. Beide Vertragspartner sollten sich daher sputen, den Vertrag unter Dach und Fach zu bringen. Das Zeitfenster für einen raschen erfolgreichen Abschluss wird angesichts Obamas auslaufender Amtszeit immer kleiner.

Die Wirtschaft verspricht sich neue Impulse durch das Freihandelsabkommen. "Wenn wir die TTIP-Verhandlungen nicht bis Ende des Jahres schließen, dann könnte es Monate, wenn nicht Jahre dauern, bis ernsthafte Gespräche wieder aufgenommen werden können", warnte US-Handelsminister Penny Pritzker. Obama weilt anlässlich der Hannover Messe in Deutschland, deren Partnerland in diesem Jahr die USA sind.

Quelle: n-tv.de, cro/rts