Politik

"Wut und Hass" bei Republikanern Obama preist Clinton und attackiert Trump

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Barack Obama stand gemeinsam mit Hillary Clinton auf der Bühne des Parteitags.

(Foto: REUTERS)

Barack Obama, der erste schwarze Präsident der USA, spricht sich für die erste Frau im Weißen Haus aus - Hillary Clinton. Der Amtsinhaber sagt: Nie habe es eine Person gegeben, die qualifizierter war. Den Republikanern wirft er vor, zu "Wut und Hass" anzustacheln.

Nach Hillary Clintons offizieller Nominierung zur Präsidentschaftskandidatin der US-Demokraten hat Amtsinhaber Barack Obama ihr die Eignung für das höchste Staatsamt zuerkannt. Es habe nie einen Mann oder eine Frau gegeben, die besser für den Job im Weißen Haus geeignet gewesen sei, sagte Obama beim Parteitag der Demokraten. Auch ihr Mann, Ex-Präsident Bill Clinton, sei zu seiner Amtszeit nicht qualifizierter gewesen. Hillary Clinton wäre im Falle einer Wahl die erste Präsidentin der USA.

"Wer noch nicht an diesem Schreibtisch gesessen hat, der weiß nicht, was es heißt, eine weltweite Krise zu managen oder junge Menschen in den Krieg zu schicken", sagte er. "Hillary war in diesem Raum, sie war Teil dieser Entscheidungen." Clinton wisse, was die Entscheidungen der Regierung bedeuten für Arbeiter, Senioren, kleine Firmen, Soldaten und Kriegsveteranen. "Sie gibt niemals auf". Der Präsident hob hervor, dass Clinton "konkrete Pläne" habe, um gesellschaftliche Barrieren niederzureißen und die Chancen für alle US-Bürger zu verbessern.

Geballte Kritik an Trump

Dem republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump warf er vor, keine Konzepte für die Präsidentschaft zu haben. Vom Parteitag der Republikaner in der Vorwoche habe er "keine Lösungen für drängende Probleme" vernommen, sagte Obama. Dort seien stattdessen nur "Ressentiments und Schuldzuweisungen" zu hören gewesen, zudem sei zu "Wut und Hass" angestachelt worden. Auch Vizepräsident Joe Biden kritisierte vor den Delegierten den republikanischen Kandidaten Donald Trump scharf. Trump habe keine Ahnung, wie er die USA voranbringen und den amerikanischen Familien helfen könne. Ähnlich äußerte sich der New Yorker Ex-Bürgermeister Michael Bloomberg.

Zum Auftakt des dritten Tages des viertägigen Konvents in Philadelphia hatte der Parteitag offiziell die Nominierung von Tim Kaine als Kandidat für das Amt des Vizepräsidenten angenommen. Kaine, früherer Gouverneur des für die Wahl wichtigen Swing States Virginia, war von Hillary Clinton vorgeschlagen worden.

In der kommenden Nacht wird Hillary Clinton bei einer großen Parteitagsrede zum Abschluss und Höhepunkt des Konvents ihre Nominierung offiziell annehmen. Der Parteitag hatte sie zum Auftakt der Veranstaltung mit deutlicher Mehrheit der 4700 Delegierten nominiert. Ihr knapp unterlegener Vorwahlgegner Bernie Sanders räumte seine Niederlage ein und schlug die Nominierung vor.

Der dritte Tag von Philadelphia stand inhaltlich im Zeichen der aus Sicht der Demokraten wichtigen Herausforderungen für die Vereinigten Staaten. In zahlreichen Reden machten Delegierte auf den Kampf gegen den Klimawandel, auf die Notwendigkeit von Reformen bei den Waffengesetzen und auf die Fortsetzung des Kampfes für die Gleichbehandlung von Menschen unterschiedlicher Hautfarben aufmerksam.

Quelle: ntv.de, rpe/dpa/AFP/rts