Politik

Ohne Passagiere nach ParisRaketen zwingen französischen Rückholflug zur Umkehr

06.03.2026, 06:20 Uhr
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750 Franzosen seien bereits in ihr Land zurückgeflogen, sagt Frankreichs Außenminister. (Foto: IMAGO/MAXPPP/Arnaud Beinat)

5000 Franzosen sitzen im Nahen Osten fest und wollen die Krisenregion verlassen. Vier Rückholflüge sind bereits erfolgreich durchgeführt worden. Ein fünfter muss jetzt allerdings "ausgesetzt" werden, weil er beschossen wird.

Ein zur Rückholung gestrandeter Franzosen in Richtung Dubai gestarteter Air-France-Flug hat wegen Raketenbeschusses in der Region umkehren müssen. "Diese Situation zeugt von der Instabilität in der Region und der Komplexität der Rückholaktionen", sagte Frankreichs Verkehrsminister Philippe Tabarot. Die Regierung hatte das Flugzeug gechartert, um französische Staatsbürger zurück nach Paris zu fliegen.

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"Wir sind uns der berechtigten Erwartungen unserer Landsleute vor Ort voll bewusst, aber ihre Rückkehr kann nur unter garantierten Sicherheitsbedingungen erfolgen", sagte der Minister. Air France hatte den in Zusammenarbeit mit dem Außenministerium geplanten Flug am Nachmittag angekündigt.

"Aufgrund der aktuellen Sicherheitslage am Zielort wird dieser Rückholflug ausgesetzt", hieß es einige Stunden später. "Die Sicherheit unserer Kunden und Besatzungsmitglieder hat für uns oberste Priorität." Die Maschine kam schließlich ohne Passagiere in Paris an.

Wie Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot dem Sender TF1 sagte, wollen rund 5000 Franzosen die Krisenregion verlassen. 750 davon seien bereits zurückgeholt worden. Ein vierter Evakuierungsflug für französische Staatsbürger aus der Krisenregion traf am Donnerstag in Orléans ein.

Auch Deutschland fliegt Staatsbürger aus der Region aus. Am Donnerstag war eine erste Maschine aus dem Oman in Frankfurt am Main gelandet. An Bord waren laut dem deutschen Außenminister Johann Wadephul mehr als 250 Personen. Weitere Evakuierungsflüge sollen folgen.

Quelle: ntv.de, mpa/dpa

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