Politik

Ukraine wählt neues Parlament Poroschenko will es nochmal wissen

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Poroschenko war fünf Jahre lang Präsident der Ukraine.

(Foto: imago images / ZUMA Press)

Gerade erst erlitt der ukrainische Präsident Poroschenko eine herbe Schlappe bei den Präsidentschaftswahlen. Doch das ficht ihn nicht an. Bei der Parlamentswahl im nächsten Monat will er als Spitzenkandidat seiner Partei wieder in den Ring steigen.

Der abgewählte ukrainische Präsident Petro Poroschenko tritt als Spitzenkandidat seiner Partei Europäische Solidarität bei der Parlamentswahl Mitte Juli an. Das hat ein Parteikongress in Kiew beschlossen. Dabei versprach Poroschenko erneut einen Beitritt seines Landes zu EU und Nato. Das war bereits als Staatsoberhaupt eines seiner zentralen Anliegen. "Wir werden alles dafür tun, damit wir die Hoffnungen der Menschen auf Veränderung verwirklichen können", schrieb Poroschenko auf Twitter. Poroschenko selbst war von Juni 2014 bis zum Mai dieses Jahres Präsident der Ukraine.

Sein Nachfolger Wolodymyr Selenskyj hatte nach seiner Vereidigung vor mehr als zwei Wochen das Parlament, die Oberste Rada, aufgelöst. Dort hatte Poroschenkos Lager bisher eine Mehrheit. Selenskyj kann bei der Parlamentswahl am 21. Juli auf einen Erfolg hoffen - ähnlich wie bei der Präsidentenwahl. Am kommenden Dienstag beginnt das Verfassungsgericht zu prüfen, ob die Auflösung rechtmäßig war.

Selenskyjs Partei "Diener des Volkes" traf sich an diesem Sonntag ebenfalls, um Kandidaten für die anstehende Wahl zu nominieren. Dabei sagte das Staatsoberhaupt ukrainischen Medien zufolge, dass er einen neuen Ministerpräsidenten erst nach der Abstimmung vorstellen werde.

Quelle: n-tv.de, ghö/dpa

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