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Nach Verbreitung von Gräuelfotos Psychiaterin soll Le Pen untersuchen

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"Es ist einfach haarsträubend", sagt Marine Le Pen über das drohende Gutachten.

REUTERS

Nach den islamistischen Anschlägen in Paris 2015 verbreitet die Rechtspopulistin Marine Le Pen schockierende Gewaltfotos. Sie will damit den "Horror des IS anprangern". Die Justiz ermittelt und nimmt nun den geistigen Zustand der Französin in Augenschein.

Die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen wehrt sich gegen ein psychiatrisches Gutachten, das die Justiz von ihr wegen der Verbreitung islamistischer Gräuelfotos angeordnet hat. Die 50-Jährige veröffentlichte auf Twitter ein Gerichtsschreiben, in dem eine Expertise durch eine Psychiaterin "innerhalb kürzester Zeit" angefordert wird. "Es ist einfach haarsträubend", schrieb Le Pen. Sie werde behandelt wie eine Pädophile oder sexuell Gestörte.

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Die Psychiaterin soll laut dem Gericht in Nanterre bei Paris einschätzen, ob die Rechtspopulistin zurechnungsfähig war, als sie im Dezember 2015 brutale Fotos der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) auf Twitter teilte. Sie soll zudem prüfen, ob "der geistige Zustand der Betroffenen die öffentliche Ordnung oder die Sicherheit von Personen bedroht".

Die Bilder zeigten unter anderem einen Mann, der bei lebendigem Leib in einem Käfig verbrannt wird. Deshalb drohen Le Pen in dem laufenden Verfahren drei Jahre Haft und 75.000 Euro Geldstrafe wegen "Verbreitung von Gewaltbildern". Darauf stehen in Frankreich zum Schutz von Minderjährigen harte Strafen.

Das Parlament hat die Immunität Le Pens bereits aufgehoben. Die Chefin der Partei Rassemblement National (Nationale Sammlungsbewegung, die frühere Front National) betont, sie habe nach den Anschlägen in Paris mit 130 Toten vom November 2015 den "Horror des IS anprangern" wollen.

Quelle: n-tv.de, fzö/AFP

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