Politik

Weit weg von der Ukraine-Front Putin beobachtet ein Großmanöver

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Zumindest im Fernen Osten Russlands treffen sie auf ihre Truppen: Schoigu, Putin und Gerassimow (von links nach rechts).

(Foto: via REUTERS)

Der Großteil der russischen Soldaten kämpft in der Ukraine. Im Fernen Osten sind allerdings ebenfalls Zehntausende bei einem Manöver im Einsatz. Präsident Putin stattet ihnen nun - im Gegensatz zu den Soldaten an der Front - einen Besuch ab.

Der russische Präsident Wladimir Putin ist zu einem großangelegten Militärmanöver mit chinesischer Beteiligung in den Fernen Osten Russlands gereist. Auf dem Militärgelände Sergejewski traf Putin mit Verteidigungsminister Sergej Schoigu und Generalstabschef Waleri Gerassimow zusammen. Wie sein Sprecher Dmitri Peskow laut russischen Nachrichtenagenturen sagte, wolle Putin die Schlussphase der Übungen beobachten.

Nach Angaben Moskaus sind mehr als 50.000 Soldaten an dem Manöver beteiligt, zudem unter anderem 140 Flugzeuge und 60 Kriegs- und Unterstützungsschiffe. Die Militärübung "Wostok 2022" begann am Donnerstag vergangener Woche mit Manövern von Kampfflugzeugen, Verlegungen von Flugabwehreinheiten und simulierten Minenräumungen im Japanischen Meer, wie es vom russischen Verteidigungsministerium hieß.

Das Manöver soll noch bis Mittwoch andauern. Neben russischen Truppen sind daran Soldaten mehrerer verbündeter oder an Russland angrenzender Staaten beteiligt, darunter auch China und Indien. Ähnliche Übungen fanden zuletzt im Jahr 2018 statt.

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Das Manöver fällt zusammen mit unangenehmen Nachrichten für die russische Armee. Nach ukrainischen Angaben soll diese im Krieg gegen die Ukraine bereits mehr als 50.000 Soldaten verloren haben. Nach 195 Tagen Invasion seien 50.150 russische Soldaten getötet worden, teilte der ukrainische Generalstab per Facebook mit. Das britische Verteidigungsministerium geht allerdings von lediglich etwa 25.000 getöteten russischen Soldaten aus.

Klar scheint allerdings, dass Russland händeringend Freiwillige für den Krieg sucht. Die US-Denkfabrik Institute of the Study of War schreibt im jüngsten Lagebericht, dass Russland verstärkt Bewohner der besetzten Gebiete zwangsweise rekrutieren wird, um seine Verluste in der Ukraine auszugleichen.

Quelle: ntv.de, ghö/AFP

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