Politik

Treffen in Moskau Putin und Erdogan beraten Lage in Idlib

a03df4ddbc6110d19eb947a6b7743050.jpg

Der türkische Präsident Erdogan (l.) und Kremlchef Putin verhandeln in Moskau über die Lage in Syrien.

(Foto: REUTERS)

Die Präsidenten von Russland und der Türkei mühen sich darum, die Lage im syrischen Idlib nicht eskalieren zu lassen. Putin bekundet dabei sein Beileid über den Tod türkischer Soldaten durch einen syrischen Angriff. Erdogan würdigt die hervorragenden Beziehungen zwischen beiden Staaten.

Angesichts der dramatischen Lage im syrischen Idlib haben sich der russische Präsident Wladimir Putin und sein türkischer Amtskollege Recep Tayyip Erdogan zu Gesprächen getroffen. Er hoffe, dass es eine Lösung für die Situation gebe, sagte Putin zum Auftakt in Moskau. Dabei versicherte er, dass es zu keinen weiteren Angriffen auf türkische Soldaten in Syrien kommen soll. Die mit Russland verbündete syrische Armee sei nicht über den genauen Standort der türkischen Soldaten informiert gewesen, sagte er zu Beginn des Gespräches. Er bekundete Erdogan sein Beileid über den Tod mehrerer Dutzend türkischer Soldaten, die in der Region Idlib getötet worden waren.

Beide Präsidenten wollen versuchen, eine Eskalation in der Region Idlib zu verhindern. Wegen der Kämpfe sind dort rund eine Million Syrer auf der Flucht nach Norden Richtung türkische Grenze. Erdogan sagte, dieses Treffen sei für Idlib besonders wichtig. Die Welt schaue zu. Weiter erklärte er, dass sich die russisch-türkischen Beziehungen derzeit auf einem Höhepunkt befänden und sich weiter verbessern sollten. Erdogan wird der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu zufolge von einer großen Delegation begleitet, darunter Verteidigungsminister Hulusi Akar und Außenminister Mevlüt Cavusoglu.

Die Türkei hat im Nordwesten Syriens eine Gegenoffensive begonnen, um syrische Regierungstruppen zurückzudrängen. Diese versuchen dort, mit russischer Unterstützung Aufständische niederzuschlagen. Russland ist in dem Bürgerkrieg die Schutzmacht der syrischen Regierung. Die Türkei steht an der Seite von Rebellengruppen, darunter sind auch islamistische Milizen. Das türkische Militär schoss am Dienstag nach eigenen Angaben erneut einen syrischen Kampfjet ab. Bei neuerlichen Luftangriffen in der Provinz Idlib waren mindestens 14 Menschen getötet und etwa 20 verletzt worden, hieß es aus Kreisen der syrischen Opposition.

Quelle: ntv.de, jwu/rts/dpa