Politik

Demo als Reaktion Razzia gegen mutmaßliche Linksextremisten

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Die Demonstration, die von vielen Polizisten begleitet wurde, ist friedlich abgelaufen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Rund 200 Beamte durchsuchen in mehreren Bundesländern Objekte mutmaßlicher Linksextremisten. Die linke Gruppierung Roter Aufbau Hamburg vermutet, die Razzien richten sich gegen ihre Mitglieder - und ruft zu einer Demo auf. Daraufhin gehen etwa 350 Menschen auf die Straße.

Mehrere Hundert Menschen haben in Hamburg gegen eine länderübergreifende Polizei-Razzia gegen mutmaßliche Linksextremisten demonstriert. Dazu aufgerufen hatte Halil Simsek vom Roten Aufbau Hamburg. Nach Polizeiangaben zogen rund 350 Demonstranten von dem linksautonomen Zentrum Rote Flora durch das Schanzenviertel. Die vielfach schwarz gekleideten und vermummten Teilnehmer wurden von einem starken Polizeiaufgebot begleitet. Es blieb alles friedlich.

Am Morgen hatte die Polizei bei einem Großeinsatz in Hamburg und Umgebung sowie in Siegen in Nordrhein-Westfalen zahlreiche Objekte mutmaßlicher Linksextremisten durchsucht. Laut Simsek richtete sich der Einsatz gegen den Roten Aufbau. Wie viele andere Mitglieder sei auch er von der Polizei "mit vorgehaltener Maschinenpistole" geweckt worden, sagte er. Der Rote Aufbau wird vom Hamburger Verfassungsschutz als "gewaltorientierte Gruppierung" eingeschätzt.

Laut Polizei wurden bei dem Einsatz in Zusammenarbeit mit der Generalstaatsanwaltschaft Hamburg 28 Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt. An der Razzia waren in Hamburg, Stelle (Niedersachsen), Tornesch (Schleswig-Holstein) und Siegen mehr als 200 Beamte beteiligt. Sie hätten umfangreiches Beweismaterial sicherhergestellt, das nun ausgewertet würde, hieß es.

Der Einsatz sei im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens gegen 22 Mitglieder einer linksextremen Gruppe erfolgt, gegen die bereits seit vergangenem Jahr wegen des Verdachts auf Bildung einer terroristischen Vereinigung ermittelt werde, teilte die Polizei mit.

Quelle: ntv.de, chf/dpa

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