Politik

Schwere Luftangriffe auf Palmyra Russen vertreiben IS-Einheiten

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Regierungssoldaten in den Straßen von Palmyra (Archivbild).

REUTERS

Wieder einmal kommt Russland den in Bedrängnis geratenen syrischen Truppen zur Hilfe. Mittels heftiger Luftangriffe werden die IS-Kämpfer aus der historischen Oasenstadt Palmyra zurückgedrängt. Russischen Angaben zufolge gibt es Hunderte Tote.

Russische Luftangriffe haben nach Angaben oppositionsnaher Beobachter die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in der syrischen Oasenstadt Palmyra zum Rückzug gezwungen. Die Extremisten kämpften nun in Plantagen am Rande des Ortes, erklärte die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Bei 64 Luftangriffen wurden nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums mehr als 300 Aufständische getötet. Der IS hatte die antike Stadt am Samstag gestürmt. Sie war erst im März von den Extremisten zurückerobert worden.

Zuvor hatten die Extremisten auch einige nahe gelegene Öl- und Gasfelder sowie Getreidesilos unter ihre Kontrolle gebracht. Nach Angaben der Beobachtungsstelle wurden dabei viele syrische Regierungssoldaten getötet.

Im Mai hatten syrische Regierungstruppen Palmyra mit russischer Luftunterstützung nach fast einjähriger Kontrolle vom IS zurückerobert. Die Dschihadisten hatten während ihrer Herrschaft über die Stadt zahlreiche einzigartige historische Kulturgüter aus den ersten Jahrhunderten nach Christus zerstört. Die Ruinen der früheren Handelsmetropole gehören zum Unesco-Weltkulturerbe.

Seit dem russischen Eingreifen aufseiten des syrischen Staatschefs Baschar al-Assad sind seine Truppen wieder auf dem Vormarsch. So stehen die Einheiten in Aleppo offenbar kurz vor einem Sieg.

Quelle: n-tv.de, wne/dpa/rts

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