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Elfjährige und ein Mann sterben Russland beschießt Saporischschja mit Raketen

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Von dem getroffenen Haus in Saporischschja blieb nicht viel übrig.

Von dem getroffenen Haus in Saporischschja blieb nicht viel übrig.

(Foto: REUTERS)

In der Nacht starten die Kremltruppen erneut Raketenangriffe auf das südukrainische Saporischschja. Dabei wird ein Wohnhaus zerstört, ein Mann und ein Mädchen werden getötet. Derweil wenden sich immer mehr ukrainische Christen vom Kalender der russisch-orthodoxen Kirche ab.

Bei neuen russischen Angriffen in der Ukraine sind in der Stadt Saporischschja laut Behörden mindestens zwei Menschen gestorben. Ein 50-jähriger Mann und seine elf Jahre alte Tochter seien bei einem Raketeneinschlag in einem Privathaus getötet worden, teilten die Behörden in der südukrainischen Stadt mit. Die 46-jährige Mutter wurde den Rettungsdiensten zufolge aus den Trümmern gerettet, eine ältere Tochter habe sich zum Zeitpunkt des Angriffs nicht in der Wohnung befunden.

Nach Angaben des Bürgermeisters von Saporischschja, Anatolij Kurtjew, trafen zwei russische Raketen ein Wohngebäude in seiner Stadt, in Dutzenden angrenzenden Gebäuden seien Fenster und Dächer beschädigt worden. Das elfjährige Mädchen sei im Rettungswagen verstorben, nachdem sie aus den Trümmern gezogen worden sei.

Der Chef des Präsidentenbüros in Kiew, Andrij Jermak, veröffentlichte in seinem Kanal bei Telegram und auf Twitter ein Foto des zertrümmerten Hauses. Er nannte die Angreifer "gemeine Tiere". Russland hat die Region Saporischschja völkerrechtswidrig annektiert, kontrolliert aber die Gebietshauptstadt nicht.

Osterfeiern wie im Westen

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Unterdessen wünschten Jermak und andere Angehörige der ukrainischen Führung den Ukrainern, die - wie die Christen im Westen - die Auferstehung Jesu feierten, frohe Ostern. Der Oberbefehlshaber der ukrainischen Armee, Walerij Saluschnyj, meinte, dass der Feiertag auch den Sieg des Lebens über den Tod symbolisiere. Saluschnyj dankte den westlichen Verbündeten, die die Ukraine mit Waffen und Munition unterstützen, "die uns helfen, den Sieg und den Triumph der Gerechtigkeit mit jedem Tag näherzubringen".

In der Ukraine begehen immer mehr Christen ihre Feiertage nun nach westlichem Ritus und nicht nach dem alten julianischen Kalender der russisch-orthodoxen Kirche, die Ostern erst in einer Woche feiert. Traditionell begingen die orthodoxen Christen in der Ukraine die kirchlichen Feiertage genauso wie im benachbarten Russland. Mit dem russischen Überfall auf die Ukraine vor mehr als einem Jahr wurde die öffentliche Diskussion stärker, sich auch über den Wechsel des Kirchenkalenders von Russland abzugrenzen.

Quelle: ntv.de, ses/dpa/AFP

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