Ex-Marine Robert GilmanRussland lässt US-Bürger nach mehreren Jahren Haft frei

2022 wird ein US-Amerikaner in Russland inhaftiert, weil er angeblich einen Polizisten angegriffen hat. Mittlerweile soll sich Robert Gilman in schlechter psychischer Verfassung befinden, ist aber aktuell auf dem Weg zurück in die Heimat.
Russland hat den inhaftierten ehemaligen US-Soldaten Robert Gilman freigelassen. Präsident Wladimir Putin habe eine Begnadigung des gesundheitlich angeschlagenen 32-Jährigen aus humanitären Gründen unterzeichnet, teilten US-Regierungsvertreter mit. Gilman befinde sich in einem Flugzeug des US-Außenministeriums auf dem Weg nach Washington.
Ein US-Vertreter erklärte, er sei den Umständen entsprechend in guter Verfassung. Den Angaben zufolge gab es im Gegenzug keinen Austausch russischer Gefangener. Die Freilassung sei das Ergebnis intensiver Verhandlungen am Wochenende gewesen.
Der ehemalige US-Marine war im Januar 2022 in Woronesch rund 550 Kilometer südlich von Moskau festgenommen worden. Russischen Staatsmedien zufolge soll er betrunken einen Polizisten getreten haben. Sein Vater wies die Vorwürfe in einem Zeitungsbeitrag als falsch zurück.
Gilmans Familie und US-Vertreter hatten sich besorgt über seinen Gesundheitszustand geäußert. Demnach war er zuletzt aus einem Gefängniskrankenhaus in die Psychiatrie einer zivilen Klinik verlegt worden. Nach seiner Landung nahe Washington soll Gilman zur medizinischen Behandlung in ein Rehabilitationszentrum im Bundesstaat Texas gebracht werden. Er war einer von mindestens zehn US-Bürgern, von denen bekannt ist, dass sie in Russland inhaftiert sind.