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Verstoß gegen INF-Vertrag? Russland präsentiert neuen Marschflugkörper

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Russland dementiert, dass die 9M729 gegen Abrüstungsverträge verstößt.

(Foto: REUTERS)

Die USA drohen mit dem Ausstieg aus dem INF-Abrüstungsvertrag. Als Grund wird ein russischer Verstoß gegen das Abkommen genannt. Moskau weist die Vorwürfe zurück - und präsentiert nun die fragliche Rakete ausländischen Militärexperten.

Russland sieht bei einer neuen Mittelstreckenrakete keinen Verstoß gegen einen der wichtigsten nuklearen Abrüstungsverträge. Das russische Militär präsentierte in der Nähe von Moskau erstmals vor ausländischen Militärexperten und Journalisten den Marschflugkörper vom Typ 9M729.

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Die neue Rakete - hier eine Komponente - soll eine zehn Kilometer kürzere Reichweite haben.

(Foto: REUTERS)

Er habe eine maximale Reichweite von 480 Kilometern, sagte Generalleutnant Michail Matwejewski russischen Medienberichten zufolge. Die USA und die Nato gehen davon aus, dass der neue Waffentyp tatsächlich weiter fliegt und damit gegen den INF-Vertrag verstößt. Der verbietet bodengestützte Marschflugkörper mit einer Reichweite von 500 bis 5500 Kilometern. "Russland hat die Punkte des Vertrags streng beachtet, verfolgt sie weiterhin und lässt keine Verstöße zu", versicherte Matwejewski.

Washington hat Moskau ein Ultimatum von 60 Tagen gesetzt, um sich wieder an den INF-Vertrag zu halten. Die USA fordern außerdem die Zerstörung der besagten Waffen. Die Forderung läuft am 2. Februar aus. Wenn Russland den Vertrag verletze, ergebe es für die USA keinen Sinn mehr, im Vertrag zu bleiben, hatte US-Außenminister Mike Pompeo im Dezember erklärt. INF steht für Intermediate Range Nuclear Forces, also nukleare Mittelstreckensysteme.

Gegenüber dem Vorgängermodell habe sich bei der 9M729 die Reichweite um zehn Kilometer verringert, sagte dagegen der russische Generalleutnant Matwejewski. Das sei darauf zurückzuführen, dass die neue Rakete schwerer geworden sei. Russland hatte zuletzt auch die USA zu einer Präsentation des neuen Waffentyps eingeladen.

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Quelle: n-tv.de, mli/dpa

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