Russland verschmutzte FlussMoldau arbeitet an Wiederherstellung der Wasserversorgung

Moldau gibt Russland die Schuld an einer Ölkatastrophe im Fluss Dnjestr. Die reguläre Trinkwasserversorgung ist für Zehntausende Menschen in dem Binnenstaat unterbrochen. Moskau weist die Vorwürfe aus Chisinau zurück.
Die Regierung der Republik Moldau kämpft mit den Folgen einer ihren Angaben nach von Russland verursachten Trinkwasserkatastrophe. "Seit Tagen sind viele Bewohner der Kreise Balti, Soroca, Singerei und Floresti ohne Wasser aus der öffentlichen Trinkwasserversorgung", sagte Regierungschef Alexandru Munteanu der staatlichen Nachrichtenagentur Moldpress zufolge am Mittwochabend. Betroffen sind demnach Zehntausende. Experten arbeiteten rund um die Uhr an der Wiederherstellung der Versorgung, versicherte er.
Hintergrund ist ein großer Ölteppich auf dem Fluss Dnjestr, aus dem Moldau sein Trinkwasser gewinnt. Nach Angaben des Umweltministeriums soll ein neuer Aktivkohlefilter an der Entnahmestation die Wasserqualität verbessern. Chisinau wirft Moskau vor, die aktuellen Probleme mit Angriffen auf ein Wasserkraftwerk in der Ukraine nahe der Grenze zu Moldau am 7. März verursacht zu haben.
"Russland trägt die volle Verantwortung", schrieb etwa Präsidentin Maia Sandu bereits am Sonntag auf X. Der russische Botschafter in der zwischen Rumänien und der Ukraine gelegenen Republik wurde wegen des Vorfalls einbestellt. Moskau weist die Anschuldigungen als politisch motiviert zurück.
Nach russischer Darstellung sind die Verunreinigungen bereits mehrere Tage vor dem Angriff aufgetreten. "Beweise für eine Beteiligung unseres Landes an dem Umweltvorfall wurden nicht vorgelegt", heißt es in einer Erklärung des Pressedienstes der russischen Botschaft.