Politik

RTL/n-tv Trendbarometer SPD nur noch viertstärkste Partei

Ist der Boden jetzt erreicht? Im aktuellen Trendbarometer steht die SPD bei 11 Prozent, so schlecht wie noch nie. Die Union zwar stabil, aber auf niedrigem Niveau. Ihr Problem zeigt sich bei der Kanzlerfrage.

Die Talfahrt der SPD geht weiter: Im Vergleich zur Vorwoche verlieren die Sozialdemokraten im RTL/n-tv Trendbarometer einen Prozentpunkt und landen bei 11 Prozent - erneut ein historischer Tiefstand.

Im Trendbarometer sind drei Parteien stärker als die SPD: Union, Grüne und AfD. Zum dritten Mal in Folge sind die Grünen in der von Forsa erhobenen Umfrage mit 27 Prozent die stärkste Kraft. CDU und CSU liegen unverändert bei 24 Prozent. Die AfD legt einen Punkt zu und kommt auf 13 Prozent. Die FDP erreicht 9 Prozent, die Linkspartei 8.

Im Vergleich zur Bundestagswahl hat sich die SPD damit fast halbiert, die Grünen dagegen haben ihren Wert verdreifacht. Bei Studierenden und Schülern liegt die SPD Forsa zufolge mit 8 Prozent sogar nur auf dem fünften Rang. In dieser Bevölkerungsgruppe kommen die Grünen auf 51 Prozent, die Union auf 10 Prozent. Wenn derzeit ein neuer Bundestag gewählt würde, würden nur noch 5,6 Millionen Wahlberechtigte sozialdemokratisch wählen. Bei der letzten Bundestagswahl haben 9,5 Millionen SPD gewählt, bei der Bundestagswahl 1998 waren es 20,2 Millionen.

AKK verliert gegen Habeck und Scholz

Bei der Kanzlerpräferenz liegt die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer wie in der Vorwoche sowohl hinter Grünen-Chef Robert Habeck als auch hinter Finanzminister Olaf Scholz von der SPD.

  • Vor die Alternative "Scholz oder Kramp-Karrenbauer" gestellt, entscheiden sich 19 Prozent für die CDU-Chefin und 27 Prozent für den SPD-Politiker.
  • Im Vergleich "Habeck oder Kramp-Karrenbauer" kommt AKK ebenfalls auf 19 Prozent. 33 Prozent würden den Grünen-Chef wählen.
  • Müssten sich die Bundesbürger zwischen Habeck und Scholz entscheiden, entfielen 28 Prozent auf den Grünen und 22 Prozent auf den Sozialdemokraten.

Grüne bei der politischen Kompetenz vorn

In der Frage nach der politischen Kompetenz der Parteien liegen die Grünen weiterhin mit 18 Prozent vorn - bis vor drei Wochen führte hier die Union. Aktuell trauen der Union 15 Prozent zu, mit den Problemen in Deutschland am besten fertigzuwerden. Über die SPD sagen dies 3 Prozent.

9 Prozent nennen eine sonstige Partei. 55 Prozent trauen keiner Partei politische Kompetenz zu. Diese beiden Werte haben sich in den vergangenen Wochen kaum verändert.

Wirtschaftserwartungen mäßig, aber stabil

Wenig Veränderung gibt es bei den Wirtschaftserwartungen. 16 Prozent rechnen damit, dass sich die wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland in den kommenden Jahren verbessern werden. 46 Prozent rechnen mit einer Verschlechterung. 34 Prozent erwarten keine Veränderung.

Quelle: n-tv.de, hvo