Politik

RTL/n-tv Trendbarometer SPD sackt noch weiter ab

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Die Kandidatenkür auf Hockern bringt die SPD offenbar nicht voran.

(Foto: imago images / Gerhard Leber)

Wenn die Sozialdemokraten etwas in den vergangenen Jahren gelernt haben, dann das: Schlechter geht's immer. Die ohnehin arg gebeutelte Partei fällt in der Gunst der Wähler weiter - und liegt nun wieder gleichauf mit der AfD.

Seit Wochen plagen sich die SPD-Kandidaten für den Parteivorsitz ab, touren durch ganz Deutschland und erklären sich und ihre Partei. Allein, es nutzt den Sozialdemokraten offenbar nichts. Im jüngsten RTL/n-tv Trendbarometer sacken sie in der Wählergunst um zwei Punkte ab und kommen auf 13 Prozent. Damit liegen sie erstmals seit Längerem wieder gleichauf mit der AfD.

Für die anderen Parteien ergeben sich im Vergleich zur Vorwoche wenig Änderungen: Die Union stagniert in der von Forsa durchgeführten Umfrage bei 27, die Linke bei sieben Prozent. FDP und Grüne gewinnen je einen Punkt hinzu und liegen nun bei neun beziehungsweise 23 Prozent. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen ist mit 20 Prozent niedriger als bei der Bundestagswahl 2017, als er fast 24 Prozent erreichte.

Die Grünen könnten davon profitieren, dass aktuell 36 Prozent der Befragten Klimaschutz für das drängendste und wichtigste Problem halten, um das sich die Politik in Deutschland kümmern müsse. Gerade viele Schülern und Studenten sind dieser Ansicht. In den anderen Bevölkerungsgruppen und bei allen Wählern außer den Grünen überwiegt dagegen der Anteil jener, die andere Probleme für ebenso wichtig oder wichtiger halten.

Immer weniger wollen AKK als Kanzlerin

Auch bei der Frage nach der Kanzlerpräferenz sackt die SPD mit ihrem Vize-Vorsitzenden Olaf Scholz ab. Allerdings hat sie einen Trost: Für CDU-Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer ist die Lage noch verzweifelter. Bei einer direkten Wahl zwischen Vizekanzler Scholz, der sich nun auch für den SPD-Vorsitz bewirbt, und Kramp-Karrenbauer würden sich nur noch 31 Prozent für ihn entscheiden, vor einer Woche waren es noch 33 Prozent. Damit liegt er aber noch weit vor der CDU-Chefin, für die nur 15 Prozent stimmen würden. Auch sie verliert im Vergleich zur Vorwoche zwei Prozentpunkte.

Vor die Wahl zwischen Grünen-Chef Robert Habeck und Scholz gestellt, würden 25 Prozent der Befragten Habeck, 24 Prozent Scholz wählen. Im Vergleich zur Vorwoche büßt Scholz zwei Punkte ein, Habeck sogar drei. Offenbar kann er persönlich von der Woche, die im Zeichen des Klimaschutzes stand, nicht profitieren. Jedoch ist er noch deutlich beliebter als Kramp-Karrenbauer. Bei einer Wahl zwischen den beiden würden 17 Prozent nur noch für Kramp-Karrenbauer stimmen, 32 für Habeck. Im Vergleich zur Vorwoche lassen beide Federn. Die CDU-Chefin büßt einen Punkt ein, Habeck zwei Punkte.

Bei der politischen Kompetenz läuft es für die SPD auch nicht gut. Wie schon in den Wochen zuvor trauen lediglich fünf Prozent der Befragten der SPD zu, am besten mit den Problemen in Deutschland fertig zu werden. Bei der Union sind es wie in der vergangenen Woche 19 Prozent, bei den Grünen 12 - zwei Prozentpunkte weniger als in der vergangenen Woche. 53 Prozent trauen dies keiner Partei zu.

Quelle: ntv.de, ghö