Politik

RTL/ntv-Trendbarometer SPD verliert, Union legt leicht zu

Die Sozialdemokraten büßen im Trendbarometer zwei Punkte ein und liegen nun gleichauf mit der Union - die ihrerseits einen Punkt zulegen kann. Bei der Zufriedenheit mit der Arbeit einzelner Regierungsmitglieder landen die Grünen-Minister Baerbock und Habeck deutlich vor Bundeskanzler Scholz.

Drei Wochen nach ihrem Erfolg bei der saarländischen Landtagswahl verliert die SPD auf Bundesebene wieder an Zustimmung. Im aktuellen RTL/ntv-Trendbarometer büßen die Sozialdemokraten im Vergleich zur Vorwoche zwei Prozentpunkte ein und liegen nun gleichauf mit der Union. Derweil legen CDU/CSU und Grüne jeweils einen Prozentpunkt zu. Die Werte der anderen Parteien bleiben unverändert.

Wäre jetzt Bundestagswahl, könnten die Parteien mit folgendem Ergebnis rechnen: SPD 25 Prozent (Bundestagswahl 2021: 25,7 Prozent), CDU/CSU 25 Prozent (24,1 Prozent), Grüne 20 Prozent (14,8 Prozent), AfD 9 Prozent (10,3 Prozent), FDP 8 Prozent (11,5 Prozent), Linke 4 Prozent (4,9 Prozent). Für sonstige Parteien würden sich 9 Prozent der Wählerinnen und Wähler entscheiden (8,7 Prozent). Der Anteil der Nichtwählerinnen und Nichtwähler sowie der Unentschlossenen liegt bei 25 Prozent und damit über dem Anteil der Nichtwähler bei der Bundestagswahl (23,4 Prozent).

Scholz deutlich vor Merz

Bei der Kanzlerpräferenz kann Olaf Scholz einen Prozentpunkt zulegen und kommt damit auf 43 Prozent Zustimmung in der Bevölkerung. Damit liegt der Sozialdemokrat weiterhin deutlich vor CDU-Chef Friedrich Merz, der auf 18 Prozent der Wählerstimmen käme, wenn der Bundeskanzler direkt gewählt werden könnte. Von den SPD-Anhängern würden sich 81 Prozent für Scholz entscheiden. Unter den Anhängern von CDU/CSU käme Merz auf 47 Prozent.

Derweil ist die Zufriedenheit der Bundesbürger mit der Arbeit von Kanzler Scholz innerhalb der vergangenen Woche gestiegen. 42 Prozent von ihnen sind sehr zufrieden oder zufrieden - das sind zwei Prozentpunkte mehr als in der Vorwoche. Zugleich sind 52 Prozent - und somit 4 Prozentpunkte mehr als bei der vorigen Erhebung - weniger oder gar nicht zufrieden mit der Arbeit des Regierungschefs. 6 Prozent haben dazu keine Meinung.

Bei SPD (88 Prozent) und Grünen (69 Prozent) ist die Mehrheit der Anhänger weiterhin zufrieden mit Scholz' Arbeit. Die Anhängerschaft der FDP spaltet sich bei der Frage: Hier ist eine knappe Mehrheit (43 Prozent) unzufrieden. Von den Anhängern der Union (79 Prozent), der Linkspartei (62 Prozent) und der AfD (85 Prozent) ist jeweils eine Mehrheit mit der Arbeit des Bundeskanzlers nicht zufrieden.

Auf deutlich bessere Werte bei der Zufriedenheit der Bundesbürger kommen unterdessen Außenministerin Annalena Baerbock sowie Wirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck. Mit der Arbeit von Baerbock sind mittlerweile doppelt so viele Bürger zufrieden (61 Prozent) wie nicht zufrieden (31 Prozent). Bei ihrem Grünen-Parteikollegen Habeck zeigt sich ein ähnliches Bild (58 Prozent und 34 Prozent).

Mehrheit für Lieferung schwerer Waffen

Eine deutliche Mehrheit der Bundesbürger fände es weiterhin richtig, der von Russland angegriffenen Ukraine auch Offensivwaffen und schweres Gerät an das Land zu liefern. Die Zustimmung liegt hier bei 51 Prozent (Vorwoche: 55 Prozent). 37 Prozent sprechen sich dagegen aus. Zugleich sind 38 Prozent der Bürger der Meinung, dass die Bundesregierung insgesamt zu wenig unternimmt, um die Ukraine zu unterstützen. 34 Prozent halten den Umfang der Unterstützung für gerade richtig, 16 Prozent meinen, die Regierung unternehme zu viel in diesem Bereich.

Nur noch 9 Prozent der Bundesbürger rechnen aktuell mit einer Verbesserung der wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland. Das ist ein Prozentpunkt weniger als in der Vorwoche. Unverändert gehen 74 Prozent von einer Verschlechterung aus.

Weiterhin ist der Krieg in der Ukraine das wichtigste Thema für die Deutschen (79 Prozent). Es folgen die Corona-Pandemie (49 Prozent) sowie das Thema Energie und Energiepreise (44 Prozent).

Die Daten zu Parteipräferenzen, Themenradar, Wirtschaftserwartungen und Kanzlerfrage, wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL Deutschland vom 5. bis 11. April 2022 erhoben. Datenbasis: 2500 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/- 2,5 Prozentpunkte. Die Daten zur Zufriedenheit mit Scholz wurden vom 8. bis 11. April 2022 erhoben. Datenbasis: 1005 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte.

Quelle: ntv.de, mbe

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