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Matteo Salvini betonte, er wolle "alle Ankünfte" von Migranten unterbinden.
Matteo Salvini betonte, er wolle "alle Ankünfte" von Migranten unterbinden.(Foto: picture alliance/dpa)
Montag, 03. September 2018

"Soziale Konflikte unterschätzt": Salvini wirft Merkel Fehler bei Migration vor

Italiens Innenminister will Migranten nur noch an Land lassen, wenn geklärt ist, welches europäische Land sie aufnimmt. Der Regierung von Bundeskanzlerin Merkel wirft Salvini vor, die Folgen der gestiegenen Zuwanderung unterschätzt zu haben.

Italiens Innenminister Matteo Salvini hat Kanzlerin Angela Merkel schwerwiegende Fehler in der Migrationspolitik vorgeworfen. "Es ist bestimmt so, dass Angela Merkel in den letzten Jahren das Risiko sozialer Konflikte unterschätzt hat, als sie behauptete, es wäre Platz für Hunderttausende dieser Leute in Deutschland", sagte der Chef der fremdenfeindlichen Lega der Deutschen Welle.

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Salvini betonte erneut, er wolle "alle Ankünfte" von Migranten unterbinden. Die neue Regierung in Rom will gerettete Migranten nur noch an Land lassen, wenn innerhalb der EU geklärt ist, wer sie aufnimmt. Er sei "immer noch für Dialog" mit der Europäischen Union (EU), seine Regierung sei aber auch mit Nicht-EU-Staaten wie Albanien, Serbien oder Montenegro im Gespräch.

Er sprach sich zudem sich für Hilfe vor Ort aus. "Es kommt darauf an, dass den Leuten so geholfen wird, dass sie nicht aus ihren Staaten fliehen müssen. Wir müssen schnell 500 Millionen Euro in Afrika investieren", sagte er.

Zu den Vorkommnissen in Chemnitz sagte Salvini: "Ich kann mich daran erinnern, was in jener Silvesternacht in Köln und an anderen Orten passiert ist." In Köln waren in der Silvesternacht 2015/2016 Frauen auf dem Bahnhofsvorplatz sexuell bedrängt und teils beraubt worden - weit überwiegend von Gruppen alkoholisierter junger Männer aus Maghreb-Staaten.

Salvini betonte, dass Gewalt nie eine Lösung sein könne. "Aber die deutsche Regierung hat das Problem über Jahre unterschätzt. Der Aufstieg der AfD ist eine klare Reaktion darauf. Das ist die Antwort, die viele unzufriedene Deutsche zu geben versuchen."

Quelle: n-tv.de