Politik

"Gleiches Leid wie in Gaza"Sanchez kritisiert Netanjahu und Führung in Teheran

25.03.2026, 17:01 Uhr
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Pedro Sánchez spricht vor Abgeordneten über den Krieg in Nahost. (Foto: picture alliance / Sipa USA)

Spaniens Premier Sánchez wirft den Befürwortern des Kriegs gegen den Iran vor, eine "absolute Katastrophe" heraufbeschworen zu haben. Israel verursache im Libanon Zerstörung und Leid - doch nicht nur den israelischen Regierungschef hält Sánchez für radikal.

Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez hat sowohl das israelische Vorgehen gegen den Iran und im Libanon als auch die neue Führung in Teheran scharf kritisiert. "Mehr als vier Millionen vertriebene Menschen im Iran und im Libanon, ein ermutigter israelischer Ministerpräsident Netanjahu, dessen Ziel es ist, dem Libanon die gleiche Zerstörung und das gleiche Leid zuzufügen wie dem Gazastreifen, eine grausame und rechtswidrige Reaktion des iranischen Regimes gegenüber seinen Nachbarländern", fasste Sánchez vor dem spanischen Parlament die Folgen des US-israelischen Angriffs auf den Iran zusammen.

Die spanische Regierung verurteile die iranische Reaktion, "denn eine rechtswidrige Handlung darf nicht mit einer anderen beantwortet werden". In Teheran hätten sie den einen Chamenei durch einen anderen ersetzt, der noch schlimmer sei, sagte Sánchez weiter. "Modschtaba (Chamenei) ist wie sein Vater ein diktatorischer Führer, und sogar noch blutdürstiger." Anders als sein Vater befürworte der neue oberste Führer des Iran die Entwicklung von Atomwaffen.

"Um es auf den Punkt zu bringen: Es ist eine absolute Katastrophe", beklagte Sánchez. "Das ist das Ergebnis, das die Befürworter dieses Krieges bisher erzielt haben." Die spanische Regierung gehört zu den größten Kritikern des US-israelischen Angriffs auf den Iran, den Premier Sánchez früh als völkerrechtswidrig bezeichnet hatte. Spanien weigerte sich, den USA seine Militärstützpunkte für den Krieg zur Verfügung zu stellen.

Quelle: ntv.de, dsc/rts

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