Politik

Sanktionierte GüterSchmuggel für Russland: Deutschrusse zu Haftstrafe verurteilt

05.10.2026, 21:36 Uhr
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Der Verurteilte bestritt die bewusste Lieferung sanktionierter Militärgüter.(Archivbild) (Foto: IMAGO/Russian Look)

Rund 20 Mal soll ein Deutschrusse die lettisch-russische Grenze überquert haben. Er spricht von humanitären Transporten, das Gericht stützt sich jedoch auf Nachrichten, Fotos und Videos von seinem Handy.

In Lettland ist ein Deutschrusse zu sieben Jahren Gefängnis und einem Jahr auf Bewährung verurteilt worden, weil er Gelder und Güter an russisches Militärpersonal gesammelt und weitergegeben haben soll. Darunter sollen etwa Nachtsichtgeräte und Teleskope gewesen sein, meldete die lettische Nachrichtenagentur Leta unter Berufung auf das zuständige Gericht in Riga.

Das Urteil gegen den Mann mit deutscher und russischer Staatsangehörigkeit ist noch nicht rechtskräftig. Es basierte auf Korrespondenz, Fotos und Videos, die auf dem Mobiltelefon sichergestellt wurde.

Der Verurteilte bestritt die bewusste Lieferung sanktionierter Militärgüter. Nach eigenen Angaben transportierte er aus humanitären Gründen in seinem Fahrzeug Hilfsgüter wie Rollstühle, Krücken und Windeln. Vor Gericht sagte er einem Bericht des lettischen Rundfunks zufolge aus, er habe die Nachtsichtgeräte Jägern gegeben.

Den Angaben zufolge soll der Mann zwischen November 2023 und September 2025 etwa 20 Mal mit einem Auto mit deutschen Kennzeichen die lettisch-russische Grenze über den Grenzübergang Terehova überquert haben. Bei einer seiner Fahrten wurde er von lettischen Behörden festgenommen.

Quelle: ntv.de, mba/dpa

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