Lkw verliert Tausende Liter KalkSchneechaos und Unfälle auf deutschen Straßen
Noch immer hat der Winter Deutschland im Griff. Schnee und Glätte sorgen für etliche Unfälle und Chaos. Das könnte noch eine Weile andauern. Schließlich soll es weiter schneien.
Schnee, Glätte, Regen: Auf den Straßen und Gehwegen müssen sich die Menschen in Deutschland erneut auf winterliche Bedingungen einstellen. In vielen Bundesländern kam es in der Nacht und am frühen Morgen zu Unfällen infolge der Witterungsbedingungen.
Ein Transporter kippte auf der A45 nahe Lüdenscheid in Nordrhein-Westfalen zur Seite und blieb auf der zugeschneiten Fahrbahn liegen, der Fahrer kam schwer verletzt in ein Krankenhaus. Auch auf der A1 geriet ein Lastwagen bei Glätte ins Rutschen, stellte sich quer und prallte gegen die Mittelleitplanke. Die Autobahn wurde in Fahrtrichtung Osnabrück zwischen Bremen-Arsten und Brinkum voll gesperrt.
In Bayern kam ein Laster auf der A8 in Richtung München nahe Irschenberg bei Schneeglätte von der Fahrbahn ab und rutschte die Böschung hinab. Dabei verlor er fast seine ganze Ladung: 18.000 der 20.000 Liter flüssiger Kalk sickerten in den Boden, wie die Polizei mitteilte.
Bei einem Unfall in Rheinland-Pfalz wurden zwei Menschen schwer verletzt: Ein 45-Jähriger kam mit seinem Auto wohl wegen zu hoher Geschwindigkeit von der schneebedeckten Straße ab, das Auto überschlug sich. Der Fahrer und seine 42 Jahre alte Beifahrerin wurden schwer verletzt. Ebenfalls in Rheinland-Pfalz blockierte ein Lkw die B327 in Richtung Thalfang für mehrere Stunden. Er war auf der schneeglatten Straße abgekommen und mit dem vorderen Teil im Straßengraben stecken geblieben.
Nach herabfallenden Eisstücken und Unfällen wurde auch die verkehrsreiche Leverkusener Rheinbrücke der A1 zwischenzeitlich komplett für den Verkehr gesperrt. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass es zu weiteren gefährlichen Situationen komme, sagte ein Polizeisprecher.
Es schneit wieder
Bis in den Nordosten Deutschlands muss mit Schneefall gerechnet werden. Im Westen und Südwesten des Landes soll dieser in den Niederungen in Regen übergehen. In Staulagen könne es bis zu 15 Zentimeter Neuschnee geben.
Laut dem Deutschen Wetterdienst DWD besteht auch Glättegefahr: Im Südosten und später von der Nordsee bis nach Sachsen soll Regen fallen, der teils gefriert. In den Hochlagen der Mittelgebirge kann es demnach teils kräftige Schauer oder Gewitter mit bis zu fünf Zentimetern Neuschnee in kurzer Zeit geben. Die Temperaturen liegen - mit Ausnahme der westlichen und südwestlichen Niederungen - am frühen Morgen bei minus 4 und 0 Grad, im Nordosten bei minus 5 und minus 9 Grad. Tagsüber wird östlich der Elbe Dauerfrost bei minus 4 bis 0 Grad erwartet.
