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"Bitte nehmt das Geld!" Scholz: Bund sitzt auf 15 Milliarden Euro

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Olaf Scholz ist mit dem derzeitigen Stand der Dinge in Sachen Investitionen unzufrieden.

(Foto: dpa)

Die Liste der Hürden hat es in sich: zu wenige Bauarbeiter, zu komplizierte Regelungen, kaum Planungskapazitäten. Sie sind für Finanzminister Scholz der Grund, warum regelmäßig in Deutschland bereitstehende Investitionsmittel nicht abgeschöpft werden. Das müsse aufhören.

Beim Bund stehen laut Finanzminister Olaf Scholz Investitionsmittel für Schulen, Straßen und Digitalisierung in Höhe von mehr als 15 Milliarden Euro bereit, die bislang nicht abgerufen wurden. "Wir mobilisieren schon heute Milliarden für den Klimaschutz, für bessere Schulen, neue Straßen und sozialen Wohnungsbau - und stellen am Jahresende regelmäßig fest, dass viel Geld nicht abgerufen wird", sagte der SPD-Politiker der "Rheinischen Post".

Dies nehme "von Jahr zu Jahr" zu, bemängelte der Minister. "Inzwischen sind das im gesamten Etat mehr als 15 Milliarden Euro." Als Gründe nannte Scholz einen Mangel an Planungskapazitäten und Bauarbeitern. Zudem seien viele Regelungen zu kompliziert und Entscheidungsprozesse zu langwierig.

"Ich bin überzeugt, dass viele Prozesse in Deutschland zu langsam geworden sind - durch unsere Freude an der Regulierung und an zu komplizierten Entscheidungsprozessen", sagte Scholz. Daher habe er seine Kabinettskollegen "gebeten, die Regeln zu überarbeiten".

"Es kann nicht sein, dass Investieren so kompliziert geworden ist", kritisierte Scholz und forderte Länder, Kommunen und Investoren auf: "Bitte nehmt das Geld!" Es stünden genügend ungenutzte Investitionsmittel beim Bund bereit.

Quelle: n-tv.de, fzö/AFP

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