Politik

Protest gegen US-Waffengesetze Schüler veranstalten nationale Gedenkaktion

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dpa

Nach der Bluttat in einer Schule in Florida organisieren Schüler eine landesweite Gedenk- und Protestaktion. Der 17 Opfern soll in Schulausständen gedacht und für eine Verschärfung des Waffenrechts plädiert werden - auch der nächste Protest ist schon in Planung.

Einen Monat nach der Bluttat in einer Schule in Florida wollen US-Schüler landesweit mit kurzen Ausständen der 17 Opfer gedenken. Unter dem Motto "Enough" ("Genug") werden Schüler und Studenten um 10 Uhr (15 Uhr MEZ) ihre Klassenzimmer für 17 Minuten zu so genannten "Walkouts" verlassen. Jede Minute ist einem der Opfer gewidmet.

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Über 3100 Schulen in den USA nehmen an der Protestaktion teil.

(Foto: Leaflet/womensmarch.com)

Nach dem Massaker an der Marjory Stoneman Douglas Highschool wollen die Jugendlichen damit nicht nur der Toten gedenken, sondern zugleich für striktere Waffengesetze protestieren. Organisiert wird die Aktion von Empower, der Jugend-Abteilung der Organisatoren des großen Frauenmarschs (Women's March) in Washington. Laut Angaben der Website sind bisher landesweit über 3100 "Walkouts" (Ausstände) angemeldet.

Die 18-jährige Alie aus New York schrieb auf der Homepage von Empower: "Der Kongress muss nun handeln, oder er wird es noch bereuen. Ohne rechtliche Schutzmaßnahmen wird dieser Horror weitergehen, bis alle Klassenzimmer von Schülern verlassen und mit Furcht gefüllt sind."

Wie die Protestierenden die 17 Minuten während der Walkouts gestalten, steht ihnen frei: Die Schüler können der Toten still gedenken, aber auch gemeinsam singen, die Namen der Opfer rezitieren oder Menschenketten bilden. Einige Schulen untersagten ihren Schülern aufgrund von Sicherheitsbedenken und wegen der Störung des Unterrichts die Teilnahme an der Aktion.

Protestmarsch folgt auf Ausstand

Am 14. Februar hatte der 19-jährige Nikolas Cruz in Florida 14 Schüler und drei Erwachsene erschossen. Daraufhin formierte sich unter den betroffenen Schülern aus Florida eine vehemente Protestbewegung. Mehrere engagierte Jugendliche erhoben dabei in den Medien und bei diversen Protestaktionen ihre Stimme, um härtere Waffengesetze und ein Umdenken der amerikanischen Politiker zu fordern.

Zusätzlich zu den Ausständen am Mittwoch haben die betroffenen Schüler aus Florida für den 24. März einen "Marsch für unser Leben" in Washington geplant. Zehntausende Teilnehmer werden dazu erwartet, in den ganzen USA werden zudem Ableger-Märsche stattfinden. Auch für den 20. April, den Jahrestag des Amoklaufs an der Columbine Highschool in Colorado 1999, sind Protestaktionen geplant.

Quelle: n-tv.de, mba/dpa

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