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RTL/n-tv Trendbarometer Schwarz-Grün hält knappe Mehrheit

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CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer und die Grünen? Dieses Bündnis wäre laut Forsa nach wie vor denkbar.

(Foto: dpa/n-tv.de)

In der zweiten Woche des neuen Jahres ändert sich am politischen Stimmungsbild kaum etwas. Union und Grüne genießen in der Sonntagsfrage weiterhin den größten Rückhalt. Auch die Debatte im Fall Magnitz hat bisher keine Auswirkungen auf die Umfragewerte.

Würde am Sonntag ein neuer Bundestag gewählt, hätte ein Bündnis von Union und Grünen laut dem aktuellem RTL/n-tv Trendbarometer weiterhin eine regierungsfähige Mehrheit von 51 Prozent. Wie schon in der Vorwoche kommen CSU und CDU in der jüngsten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa auf 32 Prozent der Stimmen. Die Grünen liegen ebenfalls unverändert bei 19 Prozent. Leicht zulegen können die Liberalen: Sie verbessern sich um einen Prozentpunkt auf 9 Pozent. Dagegen verliert die Linke einen Punkt und kommt nur noch auf 8 Prozent. Die SPD verharrt weiterhin bei 15 Prozent.

Keine Auswirkungen auf die Parteipräferenz der Befragten hat der Fall Magnitz. Der AfD-Landeschef von Bremen war am 7. Januar von drei Unbekannten attackiert und verletzt worden. Seine Partei hatte daraufhin von einem politisch motivierten Mordanschlag gesprochen. Die Bremer Polizei folgte dieser Darstellung nicht - und ermittelt derzeit wegen gefährlicher Körperverletzung. Der AfD-Spitze wurde vorgeworfen, den Vorfall politisch zu instrumentalisieren. In der Wahrnehmung der Partei bei den befragten Wählern führte die Debatte bisher nicht zu einer Veränderung. Die AfD verharrt weiter bei zwölf Prozent, bleibt also unter dem Ergebnis der letzten Bundestagswahl.

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Die Skepsis gegenüber allen im Bundestag vertretenen Parteien ist nach wie vor groß. Jeder vierte Befragte gibt an, im Moment entweder gar nicht wählen zu wollen (23,8 Prozent) oder unentschlossen zu sein. Die Hälfte der Menschen traut nach wie vor keiner Partei zu, mit den Problemen in Deutschland fertig werden zu können. Noch am ehesten vertrauen sie auf die Kompetenz der Union (25 Prozent). Danach folgen die Grünen, denen aber nur noch jeder zehnte Befragte das notwendige politische Know-how zubilligt. Die SPD kommt in der Frage nach der politischen Kompetenz weiterhin nicht über die 5-Prozent-Marke hinaus.

Ein nahezu unverändertes Bild zeigt sich auch bei der Kanzlerpräferenz. Im direkten Duell gegen die SPD-Spitzen Andrea Nahles und Olaf Scholz würde sich die Mehrheit der befragten Wähler weiterhin für die CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer entscheiden. Demnach würde sich AKK gegen Nahles sehr klar mit 47 zu zwölf Prozent durchsetzen. Gegen Scholz fiele ihr Vorsprung mit 42 zu 23 Prozent etwas kleiner aus. Im Duell AKK/Nahles würden sich 41 Prozent der Befragten für keinen von beiden Kandidaten entscheiden, bei AKK/Scholz wären es immerhin noch 35 Prozent.

Befragt wurden im Zeitraum vom 7. bis zum 11. Januar 2019 nach Angaben des Forsa-Instituts 2504 Personen. Die Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,5 Prozent.

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Quelle: n-tv.de, jug

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