Politik

Debatte über fünfte Amtszeit Seehofer preist Merkels Krisenmanagement

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Horst Seehofer ist aktuell mit der Arbeit von Angela Merkel sehr zufrieden.

(Foto: picture alliance / dpa)

Dass Deutschland gut durch die Corona-Krise kommt, sei vor allem Angela Merkel zu verdanken. So sieht es Innenminister Horst Seehofer. Und das vielfach gelobte Vorgehen der Kanzlerin führt in Berlin offenbar auch zu Diskussionen über eine Fortsetzung der Merkel-Ära.

Das vielfach gelobte Vorgehen Angela Merkels in der Corona-Krise führt nach dem Eindruck von Innenminister Horst Seehofer im politischen Berlin zu Diskussionen über eine fünfte Amtszeit der Bundeskanzlerin. "Ich kann nicht bestreiten, dass ich den Gedanken in letzter Zeit öfter gehört habe", sagte Seehofer der "Bild am Sonntag". Der CSU-Politiker lobte, die frühere CDU-Chefin führe Deutschland "gerade sehr stark durch die Krise". In der Vergangenheit hatten Seehofer und Merkel zahlreiche Meinungsverschiedenheiten und auch öffentlich darüber gestritten.

Seehofer erklärte nun, er erlebe sowohl im Kabinett als auch im Zusammenspiel mit den Ministerpräsidenten eine "hervorragende Teamarbeit" und führe das auf die "strategische Führung" Merkels zurück. "Wir können froh sein, dass wir in dieser Situation eine solche Kanzlerin an der Spitze unseres Landes haben." Die 65-jährige Merkel hatte indes zusammen mit ihrem Rückzug vom CDU-Vorsitz bereits im Oktober 2018 angekündigt, dass sie nicht für eine weitere Amtszeit im Kanzleramt zur Verfügung steht.

Seehofer rechtfertigte in dem Interview derweil auch seine öffentliche Zurückhaltung in der Krise. "Ich nutze ein Fernsehstudio nicht als mein Wohnzimmer. Ich trete nur dann auf, wenn ich was zu sagen habe." Vertreter von FDP und Grünen hatten zuletzt erklärt, sie vermissten öffentliche Stellungnahmen Seehofers. Der 70-Jährige hat sich in der Corona-Krise von Anfang an vorsichtig verhalten. So verzichtete er bereits auf den Handschlag zur Begrüßung, als andere Politiker noch sorgloser agierten.

Quelle: ntv.de, tno/dpa