Selbstgebauter SprengsatzPolizei vereitelt Anschlag auf US-Großbank in Paris

In Paris ist ein Attentat auf eine Zentrale der Bank of America verhindert worden. Die Polizei konnte einen Verdächtigen festnehmen. Es besteht Terrorverdacht.
Nach einem vereitelten Sprengstoffanschlag auf eine amerikanische Bank in Paris hat die Anti-Terrorstaatsanwaltschaft Ermittlungen aufgenommen. Polizeikräfte hätten den Anschlag auf die Pariser Zentrale der Bank of America in der Nacht verhindert und vor Ort einen Tatverdächtigen festgenommen, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Gegen ihn werde wegen Herstellung von Brand- oder Sprengkörpern sowie versuchter Brandstiftung und Sachbeschädigung im Zusammenhang mit einer terroristischen Vereinigung ermittelt.
Der Vorfall ereignete sich gegen 03.30 Uhr in der Rue de la Boétie im 8. Arrondissement im Zentrum der Stadt. Polizisten nahmen einen Mann fest, der gerade dabei war, den Sprengsatz zu zünden. Der selbst gebaute Sprengsatz bestand aus einem mit Flüssigkeit befüllten Fünf-Liter-Kanister sowie einem Zündsystem.
Zu den Hintergründen des Anschlagversuchs und zur Identität des Tatverdächtigen ist nichts bekannt. Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez lobte das schnelle Eingreifen einer Einsatzgruppe der Pariser Polizeipräfektur, wodurch "ein gewalttätiger terroristischer Anschlag vereitelt werden konnte".
Die Wachsamkeit bleibe mehr denn je auf höchstem Niveau, und die Sicherheits- und Nachrichtendienste seien angesichts der aktuellen internationalen Lage voll mobilisiert. Zu einem möglichen Zusammenhang mit dem Iran-Krieg äußerte sich der Minister nicht.