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"Sicherheit geht vor"Lufthansa bricht Flug nach Saudi-Arabien ab

06.03.2026, 12:58 Uhr
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Der Airbus A350-900 soll noch am Abend in Riad landen, um den Rückflug zu absolvieren. (Foto: IMAGO/kolbert-press/Martin Agüera)

Air France muss in der Nacht einen Evakuierungsflug im Nahen Osten abbrechen, weil Raketen fliegen. Jetzt kommt die Lufthansa in eine ähnliche Lage. Aufgrund von Sicherheitsbedenken wird ein Linienflug nach Riad in ein anderes Land umgeleitet.

Die Lufthansa hat einen Linienflug von München in die saudi-arabische Hauptstadt Riad aus Sicherheitsgründen abgebrochen. Der Kapitän habe in Rücksprache mit der Zentrale entschieden, nach Kairo abzudrehen, sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr in Frankfurt. "Sicherheit geht vor."

Laut Lufthansa war der Flughafen in Riad zum Zeitpunkt des Anflugs gesperrt. Der Airbus A350-900 befand sich wenige Kilometer vor der saudischen Hauptstadt, als die Entscheidung zum Weiterflug nach Kairo fiel. Zuvor flog die Maschine etwa 80 Minuten lang Schleifen in der Nähe Riads.

Der voll gebuchte Rückflug aus Saudi-Arabien kann laut Lufthansa dennoch verspätet stattfinden. Die wenigen Passagiere des Hinflugs seien in Kairo ausgestiegen und dann umgebucht worden. Der A350 soll noch am Abend in Riad landen, um den Rückflug zu absolvieren, sofern der Flughafen dann geöffnet ist. Die Maschine wird am Samstagmorgen um 7 Uhr in München erwartet.

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Der A350 flog fast anderthalb Stunden lang Schleifen in der Nähe Riads. (Foto: Screenshot/Flightradar24)

Derartige Situationen werde man in den kommenden Wochen noch häufiger sehen, sagte Spohr. Hintergrund ist die angespannte Sicherheitslage in der Region.

Bereits zuvor musste ein zur Rückholung gestrandeter Franzosen in Richtung Dubai gestarteter Air-France-Flug wegen Raketenbeschusses in der Region umkehren. "Diese Situation zeugt von der Instabilität in der Region und der Komplexität der Rückholaktionen", sagte Frankreichs Verkehrsminister Philippe Tabarot am Morgen. Die Regierung hatte das Flugzeug gechartert, um französische Staatsbürger zurück nach Paris zu fliegen.

Quelle: ntv.de, mpa/dpa

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