Politik

Betankung von Irans Flugzeug Sicherheitskonferenz stand kurz vor Eklat

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Leicht entzündlich: Für die gut 3.500 Kilometer Flugstrecke von München nach Teharan braucht es reichlich Treibstoff.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Münchner Sicherheitskonferenz soll zum globalen Frieden beitragen und Konfliktparteien an einen Tisch bringen. Beinahe hätte sie jedoch selbst ein internationales Fiasko produziert - nur wegen der Betankung eines Flugzeuges.

Die Bundesregierung hat einem Medienbericht zufolge vor der Münchner Sicherheitskonferenz Mitte Februar wohl nur mit Mühe einen Eklat verhindert. Grund war danach die Weigerung mehrerer Mineralölfirmen am Münchner Flughafen, das Flugzeug des iranischen Außenministers Dschawad Sarif zu betanken.

Nach Informationen von WDR, NDR und "Süddeutscher Zeitung" reiste Sarif erst an, nachdem die Bundeswehr sich bereit erklärte, das zu übernehmen. Das Auswärtige Amt war um diese Hilfe ersucht worden. Dem Bericht zufolge fürchteten die Firmen offenbar, gegen US-Sanktionen zu verstoßen. Der Leiter der Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, sagte dem Medienverbund, es sei "nur mit größter Not" gelungen, Sarifs Teilnahme zu sichern.

Ischinger schaltete schließlich das Auswärtige Amt und das Verteidigungsministerium ein und bat um Hilfe. Letztlich übernahm die Luftwaffe die Betankung des iranischen Airbus. "Was immer man von Sanktionen halten will, hier hätten sie beinahe dazu geführt, dass wir in einer gefährlichen Lage nicht einmal mehr miteinander reden können", sagte Ischinger dem Bericht zufolge.

Quelle: ntv.de, mra/AFP