Politik

"Sprangen raus und schlugen uns"Siedler greifen US-Journalisten im Westjordanland an

29.08.2026, 22:14 Uhr
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Die Siedlergewalt im Westjordanland nimmt weiter zu. (Archivbild) (Foto: picture alliance/dpa)

Ein US-Fernsehteam dokumentiert die Vertreibung von Palästinensern im Westjordanland - und wird dann selbst Opfer von Siedlergewalt. Ein Journalist muss in einer Klinik behandelt werden, auch eine Frau wird verletzt.

Radikale israelische Siedler haben Medienberichten zufolge Mitglieder eines US-Fernsehteams und eine palästinensische Familie im besetzten Westjordanland angegriffen. Dabei seien ein Mann und eine Frau verletzt worden, hieß es. Die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa berichtete, der Vorfall habe sich im Dorf Dschalud südlich von Nablus ereignet. NBC News meldete, dass mehrere Journalisten des US-Senders attackiert worden seien.

Die Journalisten hätten eine Familie zu ihrem Haus begleitet, das diese bereits vor längerer Zeit hatte verlassen müssen. Wafa berichtete, die Siedler hätten unter anderem die Windschutzscheibe des Fahrzeugs eingeschlagen, in dem Mitarbeiter des US-Senders NBC News unterwegs waren. "Sie sprangen heraus, schlugen uns und sprangen dann zurück ins Auto", zitierte NBC News seinen Korrespondenten. Dieser sei zweimal am Arm getroffen und später in einer Klinik behandelt worden.

Die israelische Armee teilte dazu mit, Sicherheitskräfte seien auch in Dschalud im Einsatz, "um weitere Unruhen zu verhindern und die Ordnung in der Region wiederherzustellen". Man verurteile "alle Formen von Gewalt aufs Schärfste".

Israelischen Soldaten wird allerdings immer wieder vorgeworfen, nicht entschlossen genug gegen radikale jüdische Siedler im Westjordanland vorzugehen oder diese sogar zu unterstützen. Die USA hatten in den letzten Wochen die Siedlergewalt deutlich verurteilt und nach Medienberichten von Israel ein entschlosseneres Vorgehen dagegen gefordert.

Quelle: ntv.de, dsc/dpa

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