Politik

"Viele konstruktive Gespräche"Siegmund rechnet mit AfD-Regierung in Magdeburg bis Jahresende

18.09.2026, 21:57 Uhr
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"Es finden auch sehr viele konstruktive Gespräche statt", sagte Siegmund. (Foto: picture alliance/dpa)

Aus den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt geht die AfD als stärkste Kraft hervor, verpasst allerdings die absolute Mehrheit. Spitzenkandidat Siegmund geht dennoch davon aus, dass seine Partei die nächste Landesregierung stellen wird. Spätestens Ende des Jahres soll es soweit sein.

Rund zwei Wochen nach dem AfD-Wahlerfolg in Sachsen-Anhalt hat Spitzenkandidat Ulrich Siegmund einen möglichen Zeitplan zur Bildung einer Landesregierung genannt. Er gehe davon aus, "dass wir im November oder Dezember die erste AfD-geführte Regierung in ganz Deutschland haben", sagte Siegmund bei einem Auftritt in Neubrandenburg in Mecklenburg-Vorpommern vor der dortigen Landtagswahl.

Siegmund verwies auch auf ein Social-Media-Video von ihm. Darin sagte er: "Es finden auch sehr viele konstruktive Gespräche statt. Sie sind allerdings sehr kompliziert." Man werde in den nächsten Tagen und Wochen weiter ausloten, mit wem man die meisten AfD-Positionen umsetzen und eine stabile Regierung für die nächsten fünf Jahre bilden könne. "Da rede ich eventuell von einer Fraktion oder auch von einzelnen Abgeordneten."

Vor rund zwei Wochen errang die AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt mit 43,8 Prozent der Stimmen das stärkste Ergebnis ihrer Geschichte. Sie verpasste allerdings die absolute Mehrheit. Im neuen Landtag gibt es 83 Abgeordnete, davon gehören 39 der AfD an. CDU, Linke, Grüne und SPD verfügen zusammen ebenfalls über 39 Sitze.

Zur Vorbereitung der Regierungsbildung in Sachsen-Anhalt setzt die AfD auf den Austausch mit Vertretern der österreichischen FPÖ. "Von den politischen Erfahrungen der FPÖ können wir sicherlich profitieren", sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Landtagsfraktion, Tobias Rausch, am Mittwoch der "Magdeburger Volksstimme". Rausch sowie Co-Fraktionschef Siegmund und Landeschef Martin Reichardt möchten sich nächste Woche in Wien mit Vertretern der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) treffen. Die FPÖ ist als Koalitionspartner in mehreren Bundesländern an Regierungen beteiligt.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa

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