Politik

Erste Personalvorschläge Söder hat CSU-Vorstand hinter sich

3bc5f5296ac24c9bce0e4da1fbe3d838.jpg

Die Arbeitsteilung bleibt bestehen. Söder regiert Bayern, Seehofer kümmert sich um Berlin.

(Foto: dpa)

Trotz der herben Verluste bei der bayerischen Landtagswahl setzt die CSU weiter auf Markus Söder als Ministerpräsident. Ilse Aigner verlässt wohl das Kabinett und bekommt einen anderen Posten. Auch Horst Seehofer will weiter mitmischen.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat im CSU-Vorstand seinen Willen bekräftigt, auch nach den schweren Verlusten seiner Partei bei der Landtagswahl als Regierungschef weitermachen zu wollen. Er bekam dafür starken Applaus. Die Abstimmung zugunsten Söders sei einstimmig per Handzeichen erfolgt, verlautete am Rande der Sitzung aus Teilnehmerkreisen.

Anschließend machte Söder zwei Personalvorschläge, die nach Teilnehmerangaben ebenfalls breite Zustimmung fanden. Die bisherige Verkehrsministerin Ilse Aigner soll neue Präsidentin des bayerischen Landtags werden. CSU-Fraktionschef soll Thomas Kreuzer bleiben.

Die CSU hatte ihre absolute Mehrheit in Bayern verloren und braucht nun einen Koalitionspartner. Söder selbst sieht sich nun in der zentralen Rolle. "Es wird meine Aufgabe sein, die Stabilität, die wir den Wählern versprochen haben, auch persönlich zu garantieren", sagte er in München. Er strebe eine Koalition mit den Freien Wählern an. Ein solches Bündnis sei die "naheliegendste Variante". Mit den Freien Wählern könne er eine seriöse und stabile Regierung bilden.

Seehofer will nun Stabilisator sein

CSU-Chef Horst Seehofer will seinerseits die Große Koalition in Berlin stabilisieren. Es müssten einige Probleme gelöst werden, sagte der Bundesinnenminister am Rande der Vorstandssitzung. Es gehe darum, dass die "Große Koalition stabil bleibt". Seine Partei werde sich zudem dafür einsetzen, dass die CDU bei der bevorstehenden Landtagswahl in Hessen ein starkes Ergebnis erreiche.

Zugleich will er die Doppelspitze mit Söder als Ministerpräsident fortsetzen. "Ich glaube, das hat sich sehr bewährt", sagt er. Er sehe seine Aufgabe auch darin, die CSU für die Europawahl im kommenden Jahr und die bayerische Kommunalwahl 2020 vorzubereiten.

Söder zeigte sich derweil besorgt über den Zustand der SPD. "Mir macht das Sorge, den Weg, den die SPD geht." Auch in Zukunft brauche es Volksparteien in Deutschland. Mit 9,7 Prozent hatte die SPD am Sonntag ihr bisher schlechtestes Ergebnis bei einer Landtagswahl in Deutschland geholt.

*Datenschutz

Quelle: n-tv.de, wne/dpa/rts

Mehr zum Thema