Politik

CSU-Chef pocht auf Entlastungen Söder widerspricht Laschet bei Steuerplänen

ae65e37007d9c4a3f54dc50cdf50889b.jpg

Vor einigen Wochen hatte Söder noch betont, dass nach der Wahl zunächst ein Kassensturz zeigen müsse, welche Spielräume die künftige Bundesregierung habe.

(Foto: imago images/Sammy Minkoff)

Steuerentlastungen werde es mit ihm so schnell nicht geben, sagt Unions-Kanzlerkandidat Laschet. Das hört man in der CSU nicht gerne. Markus Söder beteuert, seine Partei wolle an den Plänen festhalten.

CSU-Chef Markus Söder pocht auf schnelle Steuersenkungen nach der Bundestagswahl und geht damit auf Distanz zum Unions-Kanzlerkandidaten Armin Laschet. "Steuersenkungen sind das Herzstück unserer Steuerpolitik", sagte Söder der "Süddeutschen Zeitung". "Im gemeinsamen Wahlprogramm findet sich das eindeutig wieder", fügte er hinzu. Das sei "der Unterschied zur politischen Linken: Grüne wollen Steuern erhöhen, wir wollen senken".

CDU-Chef Laschet hatte am Sonntag Steuersenkungen vorerst ausgeschlossen. Die "Grundbotschaft" des Wahlprogramms von CDU und CSU sei: "Keine Steuererleichterung im Moment - dazu haben wir nicht das Geld", sagte Laschet in der ARD. "Es ist nicht die Zeit für Steuerentlastungen." Söder sieht das anders. "Das Wahlprogramm gilt für die beiden Parteien", sagte er. Darin stehe auch, dass die Steuererleichterungen schrittweise erfolgen sollten. "Das heißt: Nach der Wahl eine finanzielle Eröffnungsbilanz, und dann werden Prioritäten gesetzt. Für die CSU gehört die Entlastung von Mittelstand und Handwerk zu einer Top-Priorität", erklärte der CSU-Chef.

Die CSU-Landesgruppe im Bundestag trifft sich ab Mittwoch zu einer zweitägigen Sommerklausur im oberbayerischen Kloster Seeon. In einem Positionspapier, welches in Seeon beschlossen werden soll und das dann auch in das CSU-Wahlprogramm fließen wird, fordert die Partei unter anderem eine Verdoppelung der Arbeitnehmersparzulage und Entlastungen für Alleinerziehende. Am Mittwoch werden dort Söder und Landesgruppenchef Alexander Dobrindt Grundsatzreden halten. Am Donnerstag wird dann Kanzlerkandidat Laschet bei der Klausur erwartet.

Quelle: ntv.de, ino/AFP/dpa

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.