Politik

Tote bei Gefechten in Ostukraine Soldaten trotz Waffenruhe beschossen

60192979.jpg

Die Truppen der ukrainischen Regierung sollen fünf Mal gegen die Waffenruhe verstoßen haben.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die neueste Feuerpause im Ostukraine-Konflikt soll Kindern einen friedlichen Schulanfang ermöglichen. Dennoch melden sowohl ukrainische Truppen als auch Separatisten Verwundete und sogar zwei Tote.

Die neue Waffenruhe vor dem Schulbeginn hat im Kriegsgebiet Ostukraine den Kämpfen kein Ende bereitet. Obwohl die Lage sich etwas beruhigte, berichten ukrainische Regierungstruppen sowie prorussische Separatisten von Toten und Verletzten. Eigentlich hätte das Feuer um 0 Uhr Ortszeit eingestellt werden sollen. Den im Gebiet lebenden Kindern sollte so ein gefahrloser Schulanfang am 1. September ermöglicht werden.

Die ukrainische Armee meldete einen getöteten Soldaten. Dieser sei kurz vor Mitternacht verletzt worden und später im Krankenhaus gestorben. Drei weitere Soldaten seien ebenfalls verwundet worden. Nach Angaben der Separatisten in Donezk sei einer ihrer Kämpfer von einem Scharfschützen getötet worden. Die Regierungsseite habe insgesamt fünf Mal gegen die Waffenruhe verstoßen, auch ein Zivilist sei verletzt worden. In Luhansk stationierte Rebellen berichten davon, dass sie aus schweren Maschinengewehren beschossen worden seien.

Der Konflikt hat seit 2014 nach UN-Schätzungen 10.000 Menschen das Leben gekostet. Keine der beiden Seiten setzt den geltenden Friedensplan um. An Feiertagen wie Ostern und Weihnachten sowie zum Schulbeginn hatte es immer wieder Feuerpausen gegeben - insgesamt schon mehr als ein Dutzend. Die Kämpfe wurden allerdings stets nach einigen Tagen wieder aufgenommen.

Quelle: n-tv.de, pzi/dpa