Politik

Union führt im Trendbarometer Stern der SPD sinkt dritte Woche in Folge

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Herausfordernde Zeiten: die SPD-Vorsitzenden Lars Klingbeil und Saskia Esken.

(Foto: picture alliance/dpa)

In der Sonntagsfrage des RTL/ntv-Trendbarometers fällt die SPD weiter hinter der Union zurück. Der Abstand steigt auf drei Prozentpunkte, während die anderen Parteien stagnieren. Für die Linke ist das eine furchterregende Nachricht.

Die Zustimmung zur SPD ist binnen drei Wochen um vier Prozentpunkte gesunken. Bei der Sonntagsfrage im RTL/ntv-Trendbarometer geben nur noch 23 Prozent der Befragten an, die Sozialdemokraten wählen zu wollen. Damit setzt sich der Negativtrend der vergangenen Wochen fort. Für die Kanzlerpartei, deren nicht immer ganz eindeutiger Kurs in der Ukraine-Politik zuletzt umstritten war, ist das bedenklich mit Blick auf die Landtagswahlen in Schleswig-Holstein am kommenden Wochenende und denen in Nordrhein-Westfalen, wo am 15. Mai gewählt wird. Die Union profitiert in der Umfrage des Instituts Forsa und legt um einen Prozentpunkt auf 26 Prozent zu.

Die beiden anderen Ampelparteien bleiben stabil: die Grünen bei unverändert guten 20 Prozent. Die FDP liegt weiter bei 9 Prozent, genauso wie die Oppositionspartei AfD. Für die Linkspartei dagegen ist die Stagnation ihrer Zustimmungswerte höchst beunruhigend: Die fünfte Woche in Folge liegt die Partei mit 4 Prozent Zustimmung unter dem so wichtigen 5-Prozent-Wert, der Voraussetzung für einen Einzug in den Bundestag auch ohne Direktmandate ist. Schon im aktuellen Bundestag ist die Linke nur dank dreier Direktmandate in Fraktionsstärke vertreten. Die Vorwürfe sexueller Übergriffe innerhalb der Partei sowie angeblich mangelnde Sensibilität für das Thema in der Parteiführung erschweren die Krise der einzigen Partei links der Regierungsfraktionen weiter.

Sorge vor Weltkrieg und steigenden Energiepreisen

Dass die Zustimmung zur SPD nachlässt, ist auf den ersten Blick nicht am Kanzler festzumachen. Bei einer Direktwahl würden sich im direkten Vergleich 43 Prozent der Befragten für Olaf Scholz entscheiden - ein Prozentpunkt mehr als in der Vorwoche. Oppositionsführer Friedrich Merz kann aber mit 19 Prozent ebenfalls einen Prozentpunkt zulegen.

Dass sich die Zweifel der Wähler eher gegen die SPD als Ganze richten, darauf deutet ein anderer Wert: Nur noch 13 Prozent der Befragten nennen die Partei bei der Frage danach, wer mit Deutschlands Problemen am besten fertig werde. Anfang April nannten noch 20 Prozent der Befragten die Sozialdemokraten. Als Einzige zugelegt haben bei dieser Frage im selben Zeitraum die Grünen, denen inzwischen 15 Prozent der Befragten diese Problemlösungskompetenz zutrauen - der beste Wert aller Parteien. Die Union kommt auf 7 Prozent, die FDP auf 3 Prozent.

Das Thema, das die Menschen am meisten umtreibt, bleibt der Ukraine-Krieg, den 84 Prozent der Befragten nennen. 35 Prozent nennen das Thema Energie, gefolgt von der Corona-Pandemie mit 34 Prozent. Bei der Frage nach den aktuell größten Sorgen nennen 65 Prozent der Befragten "die finanzielle Belastung durch immer weiter steigende Preise". Ebenso viele Befragte befürchten, "dass der Krieg in der Ukraine zu einem Dritten Weltkrieg führen könnte."

Quelle: ntv.de, shu

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