Politik

Kim-Anhänger in Südkorea Studenten stürmen Haus des US-Botschafters

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US-Botschafter Harry Harris

(Foto: REUTERS)

Auch in Südkorea gibt es Unterstützer des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un. Dazu gehört eine Gruppe Studenten, die in der Hauptstadt Seoul in das Gelände der Residenz des US-Botschafters eindringt. Sie wollen, dass die USA sich nicht länger in die Beziehung der beiden Koreas einmischt.

Rund 20 südkoreanische Studenten, die den kommunistischen Norden unterstützen, sind in das Anwesen des US-Botschafters in Seoul eingedrungen. Anschließend hielten sie Plakate hoch, auf denen sie Botschafter Harry Harris zum Verlassen Südkoreas aufforderten. Die Polizei konnte nach eigenen Angaben 17 Studenten festnehmen.

Auf Facebook veröffentlichte die Gruppe Aufnahmen, wie sie im Zentrum der Hauptstadt Seoul über die Mauer des Anwesens klettern. Ein weiteres Foto zeigt Mitglieder der Gruppe mit einem Plakat mit der Aufschrift "Harris, verlasse das Land". Nach Angaben der Studenten wollten sie mit der Aktion gegen die US-Forderung protestieren, wonach Seoul seinen Beitrag zur Verteidigung des Landes gegen Nordkorea erhöhen soll.

Die USA haben in Südkorea 28.500 Soldaten stationiert, um das Land vor der Atommacht im Norden zu schützen. Die studentische Gruppe hatte bereits früher einmal erklärt, sie würde den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un willkommen heißen, käme er zu Besuch nach Seoul.

Das südkoreanische Außenministerium verurteilte die Aktion der Studenten und ordnete weitere Sicherheitsmaßnahmen rund um US-Botschaft und Residenz an. Die Botschaft selbst äußerte sich zunächst nicht zu dem Vorfall.

Quelle: ntv.de, chr/AFP