Politik
Auch Kämpfer der früher als Nusra-Front bekannten Dschabhat Fateh al-Scham sind Teil des neuen Bündnisses. (Archivbild)
Auch Kämpfer der früher als Nusra-Front bekannten Dschabhat Fateh al-Scham sind Teil des neuen Bündnisses. (Archivbild)(Foto: REUTERS)
Samstag, 28. Januar 2017

Kampf gegen Assad: Syrische Extremisten verbünden sich

Die Spannungen zwischen moderaten Rebellen und Extremisten in Syrien nehmen zu. Radikale Gruppen schließen deshalb eine Allianz gegen die Regierung in Damaskus. Mit dabei ist auch eine Gruppe, die international als terroristische Organisation betrachtet wird.

Vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen zwischen Extremisten und moderaten Rebellen in Syrien haben sich mehrere radikale Gruppierungen unter dem Namen Hajat Tahrir al-Scham (Komitee zur Befreiung der Levante) zusammengeschlossen. Die Allianz solle die Zersplitterung der Rebellengruppen überwinden und die Opposition gegen die Regierung in Damaskus stärken, erklärten sie im Internet.

Die Gründungsmitglieder sind die Dschabhat Fateh al-Scham, die früher als Nusra-Front bekannt war, die Nur al-Din al-Sinki, die Liwa al-Hakk, die Dschaisch al-Sunna und die Dschabhat Ansar al-Din. Die Fateh al-Scham hatte in dieser Woche moderate Rebellen westlich von Aleppo angegriffen, insbesondere Gruppen der Freien Syrischen Armee (FSA). Einige der moderaten Rebellengruppen schlossen sich daraufhin unter der Führung der islamistischen Ahrar al-Scham zusammen. Andere Gruppen blieben selbstständig.

Russland betrachtet auch die Ahrar al-Scham als terroristische Gruppe. Sie nahm auch nicht an der Konferenz in Astana teil. Sie erklärte aber, dass sie die FSA-Gruppen unterstütze, die bei den Gesprächen gewesen seien, wenn die Verhandlungen zu akzeptablen Ergebnissen für die Opposition führten.

Die Fateh al-Scham wird ebenso wie die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) international als terroristische Organisation betrachtet. Beide sind vom Waffenstillstand in Syrien ausgenommen.

Quelle: n-tv.de