Politik

Gegen Corona-Einschränkungen Tausend Menschen demonstrieren in Berlin

Es ist schon der fünfte Samstag in Folge: In Berlin demonstrieren Hunderte wieder gegen die Einschränkungen in der Corona-Krise. Sie trotzen damit einem Demonstrationsverbot, rund 200 Polizisten sind im Einsatz.

Trotz eines grundsätzlichen Verbots von Demonstrationen haben sich in Berlin etwa 1000 Menschen versammelt, um gegen die Corona-Einschränkungen zu protestieren - zeitweise dicht an dicht beieinander stehend. Sie trafen sich am Nachmittag auf dem Rosa-Luxemburg-Platz vor der Volksbühne.

Viele von ihnen standen vor Absperrgittern, die die Polizei rund um den Platz aufgestellt hatte, weil derartige Kundgebungen derzeit nicht erlaubt sind und die Polizei verhindern wollte, dass der Platz zu voll wird. Die Polizei forderte die Teilnehmer mehrfach über Lautsprecher auf, den Ort zu verlassen. Einzelne Menschen wurden festgenommen. Nach und nach zerstreute sich am Nachmittag die Menge.

Die Protestierer gehörten verschiedenen politischen Strömungen an. Unter ihnen waren bekannte Rechtspopulisten, AfD-Politiker, Verschwörungstheoretiker, aber auch sehr viele Menschen ohne deutlich erkennbare politische Ausrichtung. Manche Menschen saßen meditierend auf dem Boden. Die Polizei war mit knapp 200 Menschen im Einsatz. Schon an den vergangenen vier Samstagen hatten sich Demonstranten versammelt.

Proteste auch in Stuttgart

Auch in Stuttgart demonstrierten Hunderte Menschen gegen eine Einschränkung der Grundrechte während der Corona-Krise. Zwischen 350 und 500 Menschen folgten dem Aufruf der Initiative "Querdenken" und versammelten sich auf dem Schlossplatz. Bei der als "überparteilich" bezeichneten Demonstration forderte Initiator Michael Ballweg die Einhaltung der Grundrechte wie Versammlungsfreiheit und Glaubensfreiheit.

Die Demonstration fand bereits zum dritten Mal statt. Nach einem ersten Verbot der Stadt hatte die Initiative vor einer Woche trotzdem demonstrieren dürfen, weil das Bundesverfassungsgericht einem Eilantrag gegen das Verbot stattgegeben hat.

Quelle: ntv.de, ghö/dpa