Politik

Präsident lobt "exzellente Wahl"Trump-Vertraute bekommt Spitzenposten bei Meta

12.01.2026, 20:03 Uhr
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Meta-Chef Zuckerberg pries Powell McCormicks Erfahrung "auf höchster Ebene der globalen Finanzwelt" sowie ihr Beziehungsnetz. (Foto: picture alliance / Sipa USA)

US‑Techkonzerne stehen zunehmend in der Kritik, zu eng mit der Trump-Administration zusammenzuarbeiten. Meta-Chef Zuckerberg kündigt nun die Schaffung eines neuen Spitzenpostens an - besetzt wird er mit einer langjährigen Vertrauten des US-Präsidenten.

Eine Vertraute von US-Präsident Donald Trump, Dina Powell McCormick, wird neue Spitzenmanagerin beim Facebook-Mutterkonzern Meta. Unternehmenschef Mark Zuckerberg teilte mit, es gebe einen neuen Präsidentenposten, der mit Powell McCormick besetzt werde. Die ehemalige Bankerin soll demnach zuständig für die Finanzierung der Künstlichen Intelligenz (KI) im Konzern sein - vor allem für den Bau von Rechenzentren.

Powell McCormick, in Ägypten geboren, war in der ersten Amtszeit Trumps stellvertretende Sicherheitsberaterin im Weißen Haus, zuständig vor allem für den Nahen Osten. Der US-Präsident gratulierte ihr zum neuen Job. Sie sei ein "fantastischer Mensch und sehr talentiert", schrieb er in seinem Onlinedienst Truth Social. Zuckerberg habe eine "exzellente Wahl" getroffen.

Powell McCormick arbeitete mit Unterbrechungen insgesamt 16 Jahre bei der US-Investmentbank Goldman Sachs. Im Kongress arbeitete sie mit mehreren republikanischen Abgeordneten zusammen, auch für die Partei selbst war sie tätig. 2001 bis 2007 gehörte sie in unterschiedlichen Positionen zur Regierung von George W. Bush, vor allem im Außenministerium. Sie saß bereits im Verwaltungsrat von Meta.

Konzernchef Zuckerberg pries ihre Erfahrung "auf höchster Ebene der globalen Finanzwelt" sowie ihr Beziehungsnetz. Damit könne sie Meta bei der Bewältigung der nächsten Wachstumsphase unterstützen. Der Konzern, zu dem auch Instagram und Whatsapp gehören, investiert riesige Summen in KI. Im vergangenen Jahr waren es nach Angaben vom Oktober zwischen 70 und 72 Milliarden Dollar (knapp 62 Milliarden Euro). 2026 soll es ein "deutlich höherer" Betrag werden.

US‑Techkonzerne stehen zunehmend in der Kritik, sich zu sehr an die politische Agenda der Trump‑Administration anzunähern. So äußerte kürzlich fast die Hälfte aller US‑Wähler Skepsis darüber, dass Trumps enge Verbindungen zu großen Technologieunternehmen deren Einfluss in Washington widerspiegeln, und forderte mehr Unabhängigkeit von politischem Druck.

Quelle: ntv.de, uzh/dpa

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