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US-Präsident freut sich auf Kim Trump führt "unglaubliche" Verhandlungen

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Trump und Kim bei ihrem ersten Treffen in Singapur.

REUTERS

Im Februar wollen US-Präsident Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un ihre Gespräche über die atomare Abrüstung Koreas fortsetzen. Die Erwartungen an den zweiten Gipfel sind hoch. Doch Trump gibt sich optimistisch. Schon jetzt berichtet der 72-Jährige von "enormen Fortschritten".

US-Präsident Donald Trump macht Fortschritte im angespannten Verhältnis zu Nordkorea aus. Sein Treffen mit dem nordkoreanischen Atom-Unterhändler Kim Yong Chol in Washington sei "unglaublich" gewesen und habe fast zwei Stunden gedauert. Beide Seiten  hätten "enorme Fortschritte" in den Verhandlungen erzielt, sagte Trump vor Journalisten. Welche Fortschritte er meinte, sagte der Präsident nicht. Auch zum Inhalt des Treffens mit Kim Yong Chol machte er keine weiteren Angaben.

Das Weiße Haus hatte am Freitag angekündigt, das zweite Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un solle Ende Februar stattfinden. Ein Land dafür sei bereits ausgewählt worden, werde aber erst später verkündet werden. Als ein möglicher Schauplatz ist Vietnam im Gespräch. Kim freue sich bereits auf das Treffen und das gelte auch für ihn selbst, sagte Trump.

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US-Außenminister Mike Pompeo (r) empfängt Nordkoreas Unterhändler Kim Yong Chol.

(Foto: REUTERS)

Die Ankündigung eines zweiten Treffens zwischen den USA und Nordkorea schürt neue Hoffnung auf einen Durchbruch bei der atomaren Abrüstung. "Wir hoffen, dieser Gipfel wird ein Wendepunkt bei den Bemühungen um einen dauerhaften Frieden auf der koreanischen Halbinsel sein", sagte ein Sprecher des südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In. Ziel bleibe eine atomwaffenfreie Halbinsel und ein neues Friedenssystem.

Trump und Kim Jong Un hatten sich im Juni 2018 bei einem historischen Gipfel in Singapur erstmals getroffen. Dort betonte Kim zwar seine Bereitschaft zur "kompletten Denuklearisierung". Doch gab es keine konkreten Zusagen, bis wann Nordkorea sein Atomwaffenarsenal abrüsten will und wie die Gegenleistungen der USA aussehen könnten. Zuletzt wurden kaum Fortschritte bei den Gesprächen bekannt.

Trump will Druck auf Nordkorea aufrechterhalten

Die Führung Nordkoreas hat Washington wiederholt vorgeworfen, es zu einer einseitigen Abrüstung zwingen zu wollen. Zuletzt verstärkte Pjöngjang deshalb seine Forderung nach einer Lockerung der internationalen Sanktionen. Dabei führte das stalinistische Land auch eigene Schritte zur Denuklearisierung an, einschließlich eines Abbaus seines Atomtestgeländes und einer Testeinrichtung für Raketenantriebe. Nordkorea hatte im Sommer zudem die sterblichen Überreste von US-Soldaten aus dem Korea-Krieg (1950-53) übergeben. Die USA und Südkorea setzten ihrerseits weitere gemeinsame Militärmanöver aus.

Trump hat aber bisher deutlich gemacht, dass er vorerst an der Politik des maximalen Drucks auf Nordkorea festhalten wolle. Der Abbau des nordkoreanischen Atomprogramms und ein dauerhafter Frieden auf der koreanischen Halbinsel gehören aus der Sicht der USA und Südkoreas eng zusammen. "Die Regierung wird mit den USA und anderen Ländern zusammenarbeiten, damit substanzielle Fortschritte bei der Denuklearisierung und der Schaffung eines Friedenssystems erzielt werden", sagte der Sprecher des südkoreanischen Präsidenten mit Blick auf den nächsten Gipfel zwischen Trump und Kim. Südkorea werde auch den Dialog mit Nordkorea weiter ausbauen.

Neben den Unterredungen in Washington könnte es Berichten südkoreanischer Medien zufolge in den nächsten Tagen am Rande einer internationalen Konferenz in Schweden auch zu einem Treffen zwischen der nordkoreanischen Vizeaußenministerin Choe Son Hui und dem US-Sonderbeauftragten für Nordkorea, Stephen Biegun, kommen. Biegun will nach Angaben des US-Außenministeriums nach Schweden reisen, um an der Konferenz teilzunehmen. Choe war bereits zuvor in Schweden eingetroffen.

Quelle: n-tv.de, jpe/dpa/rts

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