Politik

Trump hält an Ultimatum festIran lehnt Waffenruhe ab und pocht auf Ende der Sanktionen

06.04.2026, 18:50 Uhr
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Eine-Frau-haelt-ein-Plakat-mit-dem-verstorbenen-Obersten-Fuehrer-Chamenei-l-und-dem-verstorbenen-Revolutionsgruender-Chomeini-waehrend-einer-regierungsfreundlichen-Versammlung-in-Teheran
Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer regierungsfreundlichen Versammlung in Teheran. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Die Regierung in Teheran weist den US-Vorschlag für eine Feuerpause zurück und stellt einen eigenen Friedensplan mit Forderungen auf. Donald Trump spricht von einem "bedeutsamen Vorschlag", verlängert die Frist für ein Abkommen aber nicht.

Die iranische Führung hat einen Vorschlag für eine Waffenruhe im Iran-Krieg nach "zweiwöchigen umfassenden Prüfungen auf höchster Ebene" zurückgewiesen, berichtete die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna am Ostermontag. Der Iran habe Pakistan seine Antwort auf den US-Vorschlag für eine Beendigung des Krieges übermittelt.

Das US-Nachrichtenportal "Axios" hatte zuvor berichtet, die USA und der Iran verhandelten unter Vermittlung von Pakistan, Ägypten und der Türkei über die Bedingungen für eine mögliche 45-tägige Waffenruhe. Die Islamische Republik poche laut iranischen Staatsmedien auf eigene Forderungen - darunter ein "Protokoll für die sichere Durchfahrt durch die Straße von Hormus" und die Aufhebung der Sanktionen. Das iranische Regime betonte trotz abgelehnter Waffenruhe die Notwendigkeit, "ein dauerhaftes Ende des Krieges zu erreichen, das ihre eigenen Erwägungen respektiert".

US-Präsident Donald Trump hatte den jüngsten Vorschlag des Irans für ein Abkommen als unzureichend zurückgewiesen und auf seiner Frist beharrt: "Sie haben einen Vorschlag gemacht - und es ist ein bedeutsamer Vorschlag", sagte Trump am Rande einer Osterveranstaltung im Weißen Haus. Dies sei zwar ein wichtiger Schritt, reiche jedoch nicht aus. Der Krieg könne sehr schnell enden, wenn die Führung in Teheran die notwendigen Bedingungen erfülle, erklärte der US-Präsident weiter. Er gehe davon aus, dass der Iran in gutem Glauben verhandle. Trump hatte der Regierung in Teheran zuvor ein Ultimatum bis Dienstagabend (Ortszeit) gesetzt, um eine Einigung in dem Nahost-Konflikt zu erzielen. 

Der US-Präsident bezeichnete die von ihm gesetzte Frist als endgültig. Auf die Frage eines Reporters "Wollen Sie den Krieg fortsetzen?" sagte der Präsident: "Das werden Sie sehen." Trump hatte zuvor mit der Zerstörung von Kraftwerken und Brücken im Iran gedroht, sollte Teheran die Straße von Hormus nicht bis Ablauf der Frist öffnen. Seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar ist die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, durch das iranische Militär weitgehend gesperrt.

Quelle: ntv.de, bho/dpa/rts/AFP

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