Verhandlungen über AtomprogrammTrump setzt trotz Chamenei-Drohung auf einen Deal mit Iran

Irans Oberster Führer Ayatollah Ali Chamenei warnt im Falle eines US-Angriffs vor einem verheerenden "regionalen Krieg". US-Präsident Donald Trump fordert Verhandlungen über das iranische Atomprogramm - andernfalls drohe eine US-Militäraktion.
Angesichts der Spannungen mit dem Iran gibt sich US-Präsident Donald Trump unbeeindruckt von den Drohungen des geistlichen Oberhauptes Ayatollah Ali Chamenei. "Natürlich sagt er so etwas", erklärte Trump vor Journalisten mit Blick auf die Äußerungen Chameneis. Dieser hatte zuvor für den Fall eines Angriffs der USA auf den Iran vor einem "regionalen Krieg" gewarnt.
"Die Amerikaner sollten wissen, dass, wenn sie einen Krieg anfangen, es dieses Mal ein regionaler Krieg sein wird", drohte Chamenei. Trump erklärte, dass er dennoch auf eine Deal setze. "Hoffentlich erzielen wir eine Einigung. Wenn nicht, werden wir sehen, ob er Recht hatte", sagte der US-Präsident zu Chamenei Aussagen.
Trump hatte nach der gewaltsamen Niederschlagung der Proteste im Iran im vergangenen Monat einen möglichen neuen Militärangriff angedroht. Nun fordert er von Teheran auch Verhandlungen über das iranische Atomprogramm - andernfalls drohe militärische Gewalt.
Bereits mehr US-Marinepräsenz im Nahen Osten
Medienberichten zufolge haben sich die Generalstabschefs der USA und Israels im US-Verteidigungsministerium über den Iran ausgetauscht. Zwei US-Regierungsvertreter sagten, US-Generalstabschef Dan Caine und sein israelischer Kollege Ejal Samir hätten im Pentagon vertrauliche Gespräche geführt.
Das Büro des israelischen Verteidigungsministers Israel Katz teilte mit, Katz habe mit Samir nach dessen Gesprächen in Washington gesprochen. Erörtert worden seien dabei die Lage in der Region und die operative Einsatzbereitschaft des israelischen Militärs "für jedes mögliche Szenario". Die USA haben zuletzt ihre Marinepräsenz und ihre Luftverteidigung im Nahen Osten verstärkt.