Politik

Landung nach 20-stündigem Flug Trump trifft in Hanoi zu Gipfel mit Kim ein

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US-Präsident Trump landete mit der Air Force One um 20.54 Uhr Ortszeit in Hanoi.

(Foto: REUTERS)

Der eine rollt, der andere fliegt: Einen halben Tag nach der Ankunft Kim Jong Uns trifft auch Donald Trump nach langer Reise in Vietnam ein. Der US-Präsident erwartet einen "sehr produktiven" zweiten Gipfel - und die Lösung des Nordkorea-Konflikts.

Nach mehr als 20 Stunden Flug ist US-Präsident Donald Trump zu seinem Gipfel mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un in Hanoi eingetroffen. Trump landete um 20.54 Uhr Ortszeit in der vietnamesischen Hauptstadt. Die Präsidentenmaschine Air Force One hatte auf dem Weg Tankstopps in Großbritannien und in Katar eingelegt.

Kim war bereits am Morgen mit seinem kugelsicheren grünen Sonderzug in Vietnam eingetroffen. Er hatte 66 Stunden für die rund 4000 Kilometer lange Zugstrecke von Pjöngjang aus benötigt. Trump und Kim wollen morgen und am Donnerstag in Hanoi zusammenkommen.

Acht Monate nach ihrem historischen Gipfel in Singapur wollen Trump und Kim bei ihrem zweiten Treffen in Vietnam über einen Fahrplan für Frieden und Abrüstung auf der koreanischen Halbinsel sprechen. Trumps Ziel ist die atomare Abrüstung Nordkoreas. Im Gegenzug stellt der US-Präsident Kim die wirtschaftliche Entwicklung des verarmten und international isolierten Landes in Aussicht. In Singapur hatte Kim seine grundsätzliche Bereitschaft zur "vollständigen Denuklearisierung" erklärt. Es gab aber keine konkreten Zusagen, bis wann Nordkorea sein Atomwaffen- und Raketenarsenal abrüsten will.

Trump erwartet "weise Entscheidung" Kims

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Bevor Trump gestern den Flug nach Vietnam antrat, hatte er getwittert, er erwarte einen "sehr produktiven" Gipfel. "Mit einer vollständigen Denuklearisierung wird Nordkorea schnell eine Wirtschaftsmacht", schrieb Trump. Ohne Denuklearisierung werde dagegen alles so bleiben wie bisher. Der US-Präsident zeigte sich zuversichtlich, dass Kim eine "weise Entscheidung" treffen werde.

US-Außenminister Mike Pompeo nannte den bevorstehenden Gipfel eine "wichtige Gelegenheit", um auf den Ergebnissen des ersten Treffens in Singapur aufzubauen. Pompeo sprach in Hanoi von verbesserten Beziehungen, dauerhaftem Frieden und "vollständiger Denuklearisierung" Nordkoreas. Aus dem Weißen Haus hatte es aber vor dem Gipfel geheißen, es gebe bislang kein gemeinsames Verständnis mit der nordkoreanischen Seite darüber, "was Denuklearisierung ist".

Quelle: n-tv.de, cri/dpa/AFP

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