Politik

Begegnung beim G20-Gipfel Trump und Putin treffen sich in Hamburg

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Putin und Trump - im Juli treffen sich die beiden Präsidenten erstmals in Hamburg.

(Foto: REUTERS)

Diese beiden haben bereits viel übereinander gesprochen. In Hamburg werden sie sich erstmals persönlich begegnen: Die Präsidenten Trump und Putin. Die wichtigsten Themen der beiden stehen auch schon fest.

Kremlchef Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump wollen sich am Rande des G20-Gipfels am 7. und 8. Juli in Hamburg zum ersten Mal treffen. Das teilte der Kreml in Moskau nach einem Telefonat der beiden mit.

Die Staatschefs hätten sich dafür ausgesprochen, eine Begegnung im Anschluss an den Gipfel der wichtigen Industrie- und Schwellenländer anzupeilen, hieß es in der Mitteilung des Kremls weiter. Das Weiße Haus bestätigte dies so zunächst nicht.

Beide hätten in dem Telefonat auch über die Konflikte in Syrien und auf der koreanischen Halbinsel beraten, hieß es weiter. Putin habe Trump zur Zurückhaltung aufgefordert, um die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel nicht weiter zu erhöhen, berichtete die russische Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf den Kreml.

Außerdem hätten die beiden Präsidenten vereinbart, den Dialog über einen Waffenstillstand in Syrien auf hoher diplomatischer Ebene fortzusetzen. Sie seien sich einig darüber, dass es in Syrien bereits zu viel Leid gegeben habe, hieß es vom Weißen Haus. Die beiden Staatschefs hätten auch über die Einrichtung von sogenannten Sicherheits- oder Deeskalationszonen in Syrien gesprochen. Die Vereinigten Staaten wollen zudem einen Vertreter zu Waffenstillstandsgesprächen senden, die am 3. und 4. Mai in Astana weitergehen.

Spannungen wie lange nicht

Das Verhältnis zwischen Moskau und Washington ist gespannt wie seit Jahrzehnten nicht. Grund dafür sind unter anderem US-Vorwürfe wegen angeblicher russischer Einflussnahme auf die Präsidentenwahl. Ursprünglich hatte die Führung im Kreml nach der Wahl Trumps zum neuen US-Präsidenten auf ein Tauwetter mit dem Weißen Haus gehofft.

Doch nach dem US-Eingreifen in Syrien hatte Trump von einem Allzeittief der Beziehungen zu Russland gesprochen. Dennoch hatten Putin und Trump bereits mehrfach miteinander telefoniert. Als erstes Mitglied der Trump-Regierung hatte Außenminister Rex Tillerson im April Putin in Moskau besucht.

Vor dem Telefonat der beiden Präsidenten hatte Putin im Schwarzmeerort Sotschi Bundeskanzlerin Angela Merkel empfangen. Die beiden sprachen über die Lage in der Ostukraine, aber auch über den Konflikt in Syrien und andere Themen. Das Treffen diente auch der Vorbereitung des G20-Treffens in Hamburg. Putin sagte Merkel dabei seine Unterstützung zu.

Quelle: n-tv.de, mli/dpa