Politik

"Sehr hart daran gearbeitet"Trump würdigt Hamas-Hilfe bei Suche nach letzter Geisel

27.01.2026, 07:34 Uhr
00:00 / 02:40
Hamas-Kaempfer-suchen-nach-den-Ueberresten-einer-israelischen-Geisel-im-Zeitoun-Viertel-von-Gaza-Stadt
Die Identifizierung der Leiche habe sich schwierig gestaltet, da es "Dutzende Leichen" in der Region gebe, so Trump. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Israel führt am Montag die letzte tote Geisel aus Gaza zurück. Laut US-Präsident Trump spielt die Hamas dabei eine wichtige Rolle. Nun gehe es darum, die Terrororganisation zu entwaffnen.

US-Präsident Donald Trump hat die islamistische Hamas für ihre Unterstützung bei der Suche nach der letzten toten israelischen Geisel gewürdigt. "Sie haben sehr hart daran gearbeitet, die Leiche zurückzuholen. Sie haben dabei mit Israel zusammengearbeitet", sagte er der US-Nachrichtenseite Axios in einem Interview. Man könne sich vorstellen, wie schwer das gewesen sei.

Auch zwei US-Beamte lobten am Montag, dass die Hamas sehr kooperativ gewesen sei. Sie bedankten sich in dem Zuge auch bei Vermittlern aus Katar und der Türkei, die sehr hilfreich gewesen seien, um die Hamas zur Zusammenarbeit zu bewegen.

Israel hatte am Montag verkündet, dass alle von der Hamas entführten Geiseln zurück in Israel sind. Die Leiche des Polizisten Ran Gvili sei identifiziert und nach Israel gebracht worden, teilte die Armee des Landes mit. Das israelische Militär hatte zuvor auf einem Friedhof im Gazastreifen nach der letzten toten Geisel gesucht. Die Terrororganisation Hamas hatte eigenen Angaben zufolge den Vermittlern des Gaza-Abkommens alle zur Auffindung der Leiche nötigen Informationen übermittelt.

Nächste Phase Entwaffnung

Trump sagte nach Angaben von "Axios" nun, dass die Suche nach der Leiche und der Prozess der Identifizierung "sehr schwierig" war, da es "Hunderte Leichen" in der Region gab. Der US-Präsident hob demnach auch hervor, dass die Hamas nun entwaffnet werden müsse - "wie sie es versprochen hat". Zwei US-Beamte betonten ebenfalls, dass der Ball mit Blick auf die weitere Umsetzung des Gaza-Friedensplans nun bei der Hamas liege. "Wir glauben, dass sie das tun werden", hieß es von ihnen mit Blick auf die Entwaffnung. Falls nicht, würde das der Vereinbarung widersprechen.

Die von den USA bereits ausgerufene zweite Phase des Abkommens sieht nun die Entwaffnung der Hamas vor, was die Islamistenorganisation aber bislang ablehnt. Laut Beobachtern ist ein Kompromiss denkbar, so dass die Islamisten etwa auf Raketen verzichten könnten. Hamas-Mitglieder, die sich zu einer friedlichen Koexistenz mit Israel zur Niederlegung ihrer Waffen verpflichten, sollen Amnestie erhalten.

Quelle: ntv.de, raf/dpa

IsraelDonald TrumpUSAKriege und KonflikteHamasGazaGeiselnahmenWashington