Politik

Umstrittene Russland-Connection US-Ausschuss plant öffentliche Anhörung

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Noch ist unklar: Welche Rolle spielte der Kreml im US-Wahlkampf.

(Foto: picture alliance / dpa)

Wie weit hat Russland im US-Wahlkampf mitgemischt? Dazu soll es in den USA in Kürze erstmals eine öffentliche Anhörung im Geheimdienstausschuss geben. Auch die Chefs von FBI und NSA werden geladen.

Der Geheimdienstausschuss des US-Repräsentantenhauses will erstmals eine öffentliche Anhörung zur möglichen Einmischung Russlands in die US-Präsidentenwahl abhalten. Sie soll am 20. März stattfinden, wie US-Medien unter Berufung auf den Vorsitzenden des Komitees, den Republikaner Devin Nunes, berichteten.

Demnach wurden unter anderen die Chefs der Bundespolizei FBI und des Geheimdienstes NSA, James Comey und Michael Rogers, sowie der ehemalige Geheimdienstdirektor James Clapper als Zeugen geladen. Sie wurden den Angaben zufolge allerdings nicht vorgeladen, sind also nicht zu einer Aussage verpflichtet. Der ranghöchste Demokrat des Ausschusses, Adam Schiff, hatte auf Twitter geschrieben, Comey habe bei einer geschlossenen Sitzung viele Fragen nicht beantwortet.

Nunes sagte den Berichten zufolge, das Komitee werde auch die Anschuldigung des US-Präsidenten Donald Trump, sein Amtsvorgänger Barack Obama habe ihn abhören lassen, untersuchen. Allerdings gebe es bislang keine Beweise für die Vorwürfe.

Es ist noch unklar, ob es auch bei der öffentlichen Anhörung um das Thema gehen könnte. Gegenstand der Untersuchungen sind nach einer Mitteilung des Ausschusses unter anderem russische Cyberaktivitäten und Verbindungen zwischen Russland und Mitgliedern von US-Wahlkampfteams sowie mögliche Leaks geheimer Informationen.

US-Geheimdienste machen Russland für eine Reihe von Hackerangriffen auf E-Mail-Konten der Demokraten im Wahlkampf verantwortlich. Medienberichten zufolge standen Mitglieder von Trumps Team während des Wahlkampfs wiederholt mit russischen Geheimdienstmitarbeitern in Kontakt.

Quelle: ntv.de, ghö/dpa

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