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Die syrischen arabischen und kurdischen Rebellen sind tief in das Zentrum der einstigen IS-Hochburg Raqqa vorgedrungen.
Die syrischen arabischen und kurdischen Rebellen sind tief in das Zentrum der einstigen IS-Hochburg Raqqa vorgedrungen.(Foto: dpa)
Donnerstag, 13. Juli 2017

Elitekämpfer in Rakka: US-Soldaten im Zentrum der IS-Hauptstadt

Seit 2014 dient die syrische Stadt Rakka dem "Kalifat" des IS als Hauptstadt. Doch die Offensive kurdischer und arabischer Milizen erreicht nun das Zentrum der Terrorhochburg. Ganz vorn an der Front der Entscheidungsschlacht dabei: US-amerikanische Elitesoldaten.

Im Zentrum der umkämpften syrischen Dschihadisten-Hochburg Rakka sind nach offiziellen Angaben auch US-Elitesoldaten im Einsatz. Die Soldaten, die großteils Mitglieder von Spezialeinheiten seien, beteiligten sich aber nicht direkt an den Kämpfen gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS), sagte US-Armeesprecher Ryan Dillon. Sie seien hauptsächlich als Berater und Assistenten der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) tätig, die aus kurdischen und arabischen Kämpfern bestehen.

Zu den Aufgaben der US-Soldaten in Rakka gehöre es auch, Ziele für die Luftangriffe der US-geführten Militärallianz zu definieren. Trotz ihrer lediglich assistierenden Rolle seien die Soldaten jedoch näher an den Kämpfen dran als die US-Spezialkräfte, die bei der Eroberung der irakischen Stadt Mossul dabei waren, sagte Dillon.

Die irakische Regierung hatte zu Wochenbeginn die Rückeroberung der 2014 vom IS eingenommenen Metropole verkündet. Der Kampf der irakischen Regierungsarmee gegen die Dschihadisten in Mossul hatte ein dreiviertel Jahr gedauert.

Die Großoffensive des SDF auf Rakka begann Anfang Juni. Vor etwa zehn Tagen drangen dann SDF-Kämpfer erstmals in die dortige Altstadt ein. Die Stadt am Euphrat diente seit 2014 als informelle Hauptstadt des von den Dschihadisten ausgerufenen "Kalifats". 

(Foto: n-tv.de / stepmap.de)

Quelle: n-tv.de