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Iran greift Ziele am Golf anUSA: Haben wichtigen Hormus-Überwachungsturm zerstört

17.07.2026, 19:21 Uhr
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Das zuständige US-Regionalkommando Centcom teilte ein Video, das den Angriff zeigen soll. (Foto: picture alliance/dpa/ISNA/AP)

Die gegenseitigen Angriffe zwischen den USA und dem Iran gehen weiter. Washington gelingt dabei nach eigenen Angaben ein bedeutender Schlag nahe der Straße von Hormus. Derweil kommen aus mehreren Golfstaaten und der Region Kurdistan im Irak Meldungen über iranische Angriffe.

Das US-Militär hat bei seinen Angriffen gegen den Iran nach eigenen Angaben einen Überwachungsturm für die Seefahrt zerstört. Dieser sei Teil eines maritimen Überwachungsnetzwerks entlang der iranischen Küste am Golf von Oman gewesen, teilte das zuständige Regionalkommando Centcom auf X mit. Die Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) hätten den Turm jahrzehntelang genutzt, um Handelsschiffe auf ihrer Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu verfolgen und ins Visier zu nehmen, hieß es.

"Die Zerstörung des Turms schwächt unmittelbar die Fähigkeit der IRGC, Angriffe auf unschuldige zivile Besatzungsmitglieder zu koordinieren." Außerdem schütze der am Donnerstag erfolgte Angriff die Freiheit der Schifffahrt für alle Schiffe, mit Ausnahme jener, die versuchten, die US-Seeblockade gegen iranische Häfen zu durchbrechen.

Der Iran hatte nach US-Angriffen in der Nacht Opfer und Schäden an Infrastruktur in verschiedenen Regionen im Süden des Landes gemeldet. Iranische Medien berichteten zudem unter anderem auch über einen Angriff auf einen Überwachungsturm für die Seefahrt.

Golfstaaten beklagen iranische Angriffe

Derweil griff der Iran Ziele in den Golfstaaten Kuwait, Bahrain und Katar sowie in der autonomen Region Kurdistan im Irak an. In Kuwait wurden nach Behördenangaben Militäreinrichtungen und ein Kraftwerk getroffen, das mit einer Meerwasserentsalzungsanlage verknüpft ist. Bei den Attacken seien mehrere Armeeangehörige verletzt worden, teilte das kuwaitische Militär auf X mit. Sie seien bei Attacken auf "Militäreinrichtungen und -lager" verwundet worden.

Das kuwaitische Stromministerium erklärte, Ziel sei auch "eine der Kraftwerks- und Meerwasserentsalzungsanlagen" gewesen. Der Angriff habe "zu einem Brand, Schäden und der Beeinträchtigung mehrerer Produktionseinheiten" geführt.

Das Militär in Bahrain teilte mit, "mehrere iranische Luftangriffe abgewehrt" zu haben. In der Nacht war in der Hauptstadt Manama Luftalarm ausgelöst worden; ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete von mehreren Explosionen.

In Katar teilte das Verteidigungsministerium mit, einen Raketenangriff abgewehrt zu haben. In der Hauptstadt Doha waren allerdings mehrere Explosionen zu hören gewesen. Dem Innenministerium zufolge wurde ein Kind durch herabstürzende Trümmerteile verletzt.

Über iranische Angriffe berichtete auch der Ministerpräsident der autonomen Region Kurdistan im Irak, Masrur Barsani. "Wir fordern die Islamische Republik Iran auf, diese Eskalation zu beenden, und drängen die irakische Regierung und die internationale Gemeinschaft dazu, diesen Verletzungen ein Ende zu setzen", erklärte sein Büro am Freitag. Die Angriffe seien "ungerechtfertigt". Nach Angaben der iranisch-kurdischen Exil-Oppositionsgruppe Komala wurden neun ihrer Mitglieder bei den Angriffen getötet.

Quelle: ntv.de, uzh/dpa/AFP

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