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Nach Angriffen der Assad-Truppen USA kommen Kurden zur Hilfe

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US-Kampfflugzeuge über Syrien.

(Foto: dpa)

Die USA reagieren auf Angriffe des syrischen Assad-Regimes auf kurdische Kräfte in der Stadt Hassaka. Die Amerikaner intervenieren mit Kampfjets im Nordosten Syriens. Gleichzeitig sucht Washington Kontakt mit dem Assad-Verbündeten Russland.

Angesichts einer neuen Offensive der Regierungstruppen im Nordosten Syriens haben die USA dort mit Kampfflugzeugen interveniert. Mit dem Einsatz hätten die US-Streitkräfte ihre Verbündeten "geschützt" und klar gemacht, dass die US-Luftwaffe "Truppen am Boden im Bedrohungsfall schützen" werde, sagte Pentagon-Sprecher Jeff Davis. Die russischen Streitkräfte feuerten derweil von Kriegsschiffen im Mittelmeer aus drei Raketen auf Dschihadisten-Stellungen bei Aleppo ab.

Die US-Luftwaffe flog bereits am Donnerstag mehrere Angriffe in der Stadt Hassaka, wo es seit Mittwoch Kämpfe zwischen syrischen Regierungstruppen und kurdischen Kräften gibt. Ein Journalist berichtete aus Hassaka, auch an diesem Freitag hätten dort Luftangriffe stattgefunden. Die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte, diese Luftangriffe seien von der syrischen Luftwaffe geflogen worden.

Laut der Beobachtungsstelle wurden seit Mittwoch in Hassaka 23 Zivilisten und 16 Kämpfer getötet. Die jüngsten Kämpfe lösten demnach eine Fluchtbewegung aus. Die Berichte der Beobachtungsstelle beruhen auf den Angaben von Ärzten und Aktivisten in Syrien und sind für Medien meist nur schwer zu überprüfen. Hassaka ist seit Jahren zwischen kurdischen Milizen und den Regierungstruppen geteilt.

Washington wendet sich an Moskau

Die USA setzen im Kampf gegen Dschihadisten auf die Kurden, die Teile Nordsyriens kontrollieren. Die Luftwaffe von Syriens Machthaber Baschar al-Assad hielt sich bislang mit Angriffen auf die Kurden zurück. Davis sagte, die Luftangriffe seien "sehr ungewöhnlich, wir haben niemals erlebt, dass das Regime zuvor solche Aktionen gegen die kurdischen Einheiten startete". Die USA unterstützen die Kurden auch mit Beratern, die am Boden aktiv sind.

Die US-Regierung wandte sich an Russland als Verbündeten der syrischen Regierung, um ein Ende der Luftangriffe auf die Kurden zu erreichen. Doch Moskau verwies nach Angaben des Pentagon-Sprechers darauf, dass die Angriffe von syrischen Flugzeugen ausgingen. Als die US-Kampfjets in der Region eintrafen, war der Einsatz der syrischen Flugzeuge bereits beendet.

Erstmals seit Dezember 2015 gab das russische Verteidigungsministerium einen Einsatz von Marschflugkörpern bekannt. Die drei Raketen vom Typ Kalibr seien von zwei Korvetten im Mittelmeer aus auf Ziele westlich von Aleppo abgefeuert worden, erklärte das Ministerium. Sie hätten ein Kommandozentrum und ein "terroristisches Lager" bei Daret Essa getroffen.

Quelle: n-tv.de, wne/AFP

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