Politik

Neue Prioritäten im Pentagon USA setzen militärischen Fokus auf China

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Das US-Militär ist derzeit bestrebt, seine Präsenz im Pazifik auszubauen.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Aus Sicht der USA ist China die geopolitische Herausforderung Nummer eins. Im Pentagon gebe es in dieser Hinsicht jedoch Nachlässigkeiten, moniert ein Expertengremium. Hausherr Austin krempelt deshalb die Verteidigungsstrategie gegenüber der Volksrepublik um.

US-Verteidigungsminister Lloyd Austin hat seiner Behörde offiziell angeordnet, sich stärker auf China zu konzentrieren. Die Richtlinie werde "unser Netzwerk von Verbündeten und Partnern wiederbeleben, die Abschreckung stärken und die Entwicklung neuer operativer Konzepte, neuer Fähigkeiten, zukünftiger Streitkräfte und einer modernisierten zivilen und militärischen Belegschaft beschleunigen", sagte Austin. Seine Initiative reihe sich "in den größeren Ansatz der US-Regierung gegenüber China ein". Die Details der internen Anordnung an das Verteidigungsministerium bleiben geheim.

Die Initiative folgte auf eine Bewertung durch eine Experten-Kommission, die unter dem neuen US-Präsidenten Joe Biden im Februar eingerichtet worden war. Die Aufgabe des Gremiums war es, die Strategie des Pentagons gegenüber China zu untersuchen. Ein hochrangiger Beamter des Verteidigungsministeriums sagte, die Experten hätten eine "Lücke" zwischen den erklärten Prioritäten und dem tatsächlichen Geschehen festgestellt.

Das Pentagon hatte die Volksrepublik in seiner nationalen Verteidigungsstrategie von 2018 bereits als wichtigen strategischen Konkurrenten identifiziert. Die Experten stellten aber fest, dass seit dem nicht viel getan wurde, um den von Peking ausgehenden Problemen zu begegnen. China gilt nun als größter strategischer Rivale.

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Das US-Verteidigungsministerium hatte sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten maßgeblich auf den Kampf gegen dschihadistische Kräfte im Nahen Osten konzentriert. Auch in Zukunft halten die USA eine bedeutende militärische Präsenz im Nahen Osten aufrecht, auch wenn sie mit dem Abzug ihrer verbleibenden 2500 Truppen in Afghanistan begonnen haben.

Der Umgang mit Chinas hochmodernen Streitkräften bringt gänzlich andere Herausforderungen mit sich. Das US-Militär ist derzeit bestrebt, seine Präsenz im Pazifik auszubauen. In der Region tritt auch China zunehmend aggressiv auf, unter anderem gegenüber Taiwan, das Peking als abtrünnige Provinz ansieht.

Quelle: ntv.de, cri/AFP

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