Politik

Über 300.000 Soldaten beteiligt USA und Südkorea starten Manöver

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Hubschrauber stehen auf der US-Militärbasis Camp Humphreys in Pyeongtaek, südlich von Seoul.

(Foto: dpa)

"Foal Eagle" - seit über 20 Jahren gibt es die gemeinsame Militärübung von Südkorea und den USA. Normalerweise löst sie bei Nordkorea Säbelrasseln aus. Dieses Jahr scheint es jedoch anders abzulaufen und das hat mehrere Gründe.

Südkorea und die USA haben ein gemeinsames Militärmanöver begonnen. An der jährlichen Übung "Foal Eagle" nehmen rund 11.500 US-Soldaten und 290.000 südkoreanische Soldaten teil, wie das Verteidigungsministerium in Seoul mitteilte. Das Manöver sollte eigentlich schon im Februar beginnen. Die USA und Südkorea hatten vereinbarten aber, während der Olympischen Winterspiele im südkoreanischen Pyeongchang und der Paralympics auf gemeinsame Militärübungen zu verzichten.

Die Übung soll den Angaben zufolge einen Monat dauern - sonst dauert sie doppelt so lange. In diesem Jahr sollen nach Angaben des südkoreanischen Militärs zudem weniger strategische Waffen wie ein atomgetriebener Flugzeugträger zum Einsatz kommen. Ende April soll dann noch das jährliche Manöver "Key Resolve" starten, das größtenteils am Computer simuliert wird. Es soll wie üblich zwei Wochen dauern.

Die nordkoreanische Regierung wertet die gemeinsamen Militärmanöver Südkoreas mit den USA normalerweise als Provokation. In den vergangenen Wochen hat sich Pjöngjang jedoch kaum zu dem Thema geäußert. Die beiden seit Jahrzehnten verfeindeten koreanischen Staaten hatten sich in den vergangenen Monaten angenähert. Anlass waren die Winterspiele in Pyeongchang, die Nordkorea für eine Charmeoffensive nutzte. Zur Eröffnungsfeier schickte Machthaber Kim Jong Un seine Schwester Kim Yo Jong, die eine Einladung an den südkoreanischen Staatschef Moon Jae In für ein Gipfeltreffen überbrachte.

Historisches Gipfeltreffen

Am Donnerstag einigten sich die beiden koreanischen Nachbarstaaten auf den 27. April als Termin für das Gipfeltreffen. Das Treffen ist im Grenzort Panmunjom geplant - im "Friedenshaus" auf der südkoreanischen Seite. Kim wird somit der erste nordkoreanische Machthaber sein, der seit dem Ende des Koreakriegs 1953 südkoreanischen Boden betreten wird.

Bis Ende Mai soll es auch ein Treffen zwischen Kim und US-Präsident Donald Trump geben. Beide Politiker haben sich dazu bereit erklärt, Zeitpunkt und Ort des Gipfels sind aber noch unklar.

Zuvor hatte Nordkorea wiederholt Raketen- und Atomwaffentests vorgenommen und damit die Weltgemeinschaft herausgefordert. Die US-Regierung drohte mehrfach mit einem militärischen Vorgehen gegen Pjöngjang. Bei seinem ersten Auftritt vor der UNO im vergangenen September drohte Trump sogar mit der "völligen Zerstörung" Nordkoreas.

Quelle: ntv.de, hul/AFP

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