Politik

Auch Ukraine nutzt Bayraktar TB2 Kreml zeigt Interesse an türkischen Kampfdrohnen

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Die türkische Drohne Bayraktar TB2 bei den Feierlichkeiten in Kiew zum Unabhängigkeitstag der Ukraine 2021.

(Foto: picture alliance / AA)

Falls Moskau Waffen aus Ankara erhält, bekäme Russland erstmals Zugriff auf die Militär-Technik eines NATO-Mitglieds. Nach Angaben des Kremls will Präsident Putin bei dem bevorstehenden Treffen mit seinem türkischen Amtskollegen Erdogan über den Kauf von Drohnen sprechen.

Russland ist im Zuge seines Krieges in der Ukraine interessiert an der dort auch von Kiew erfolgreich eingesetzten türkischen Kampfdrohne Bayraktar TB2. Auch das Thema der militär-technischen Zusammenarbeit werde beim Treffen des russischen Präsidenten Wladimir Putin mit seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan in Sotschi am Schwarzen Meer am 5. August besprochen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow.

Zuvor hatte Russland Spekulationen zurückgewiesen, Drohnen vom Iran kaufen zu wollen. Putin und Erdogan hatten sich in der vergangenen Woche in der iranischen Hauptstadt Teheran getroffen. Nun sagte Peskow, dass sich beide Seiten auch über solch sensible Fragen unterhielten, zeige, wie eng die Zusammenarbeit beider Länder sei.

Russland hatte der Türkei, die NATO-Mitglied ist, zum Ärger der USA zuvor sein Raketenabwehrsystem vom Typ S-400 verkauft. Nun soll es dem Vernehmen nach eine Gegenleistung von türkischer Seite geben. Zuvor hatte Erdogan über das Interesse Putins berichtet. Putin habe vorgeschlagen, gemeinsam mit der Türkei an den Drohnen des Unternehmens Baykar zu arbeiten, hatte Erdogan am Dienstag nach Angaben des Senders CNN Türk gesagt. Eine entsprechende Fabrik könne in den Vereinigten Arabischen Emiraten gegründet werden. Das hätten die Emirate angeboten, sagte Erdogan.

Bayraktar TB2 kann 27 Stunden fliegen

Die türkische Kampfdrohne Bayraktar TB2 gilt als Exportschlager. Die Drohnen kamen schon in mehreren Konflikten zum Einsatz etwa auf der Seite Aserbaidschans im Konflikt mit Armenien um die Region Berg-Karabach. Sie gilt zudem als präzise und effektiv und kann bis zu 27 Stunden in der Luft bleiben.

Auch die Ukraine setzt Bayraktar-Drohnen ein. Am Anfang von Putins Angriffskrieg kursierten Videos von russischen Panzern im Internet, die mutmaßlich durch diese Drohnen zerstört wurden. Sollte Russland die Drohnen gemeinsam mit der Türkei entwickeln, bekäme Moskau damit auch Zugriff auf die Technik eines NATO-Mitgliedstaates.

(Dieser Artikel wurde am Mittwoch, 27. Juli 2022 erstmals veröffentlicht.)

Quelle: ntv.de, lve/dpa

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